| Die Zakat ist eine Pflichtabgabe für Reiche |
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| Rechtswissenschaft (Fiqh) - Die Zakat (Sozialpflichtgabe) |
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Die Zakat ist eine Pflichtabgabe für Reiche
عن ابن عباس رضي الله عنهما أن النبي صلى الله عليه وسلم بعث معاذ إلى اليمن، فذكر الحديث وفيه "أن الله قد افترض عليهم صدقة في أموالهم تؤخذ من أغنيائهم فترد في فقرائهم" متفق عليه واللفظ للبخاري Ibn Abbas (r.) berichtete: „Der Prophet (s.a.s.) entsandte Mu'adh in den Jemen...in dem längeren Hadith kommt u.a. vor: dass Allah für sie eine Pflichtabgabe auferlegt hat, die von den Reichen von ihnen genommen wird und den Armen von ihnen gegeben wird“. Dies berichteten Buchari und Muslim, wobei der obige Wortlaut der von Buchari ist. Der gesamte Hadith, wie ihn Buchari berichtet, lautet: Ibn Abbas (r.) berichtete: Als der Prophet (s.a.s.) Muadh (r.) in den Jemen entsandte, sagte er zu ihm: „Du wirst zu Leuten von den Besitzern der Schrift (arab. ahl al-kitab) (1) kommen. Das erste, wozu du sie einladen sollst ist, dass sie Allah (allein) anbeten. Wenn sie sich zu Allah bekennen (wörtl. wenn sie Allah kennen), so lass sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete pro Tag und Nacht zu verrichten. Wenn sie das getan haben (d.h. halten sie die Gebete ein), so lass sie wissen, dass Allah für sie eine Pflichtabgabe auferlegt hat, die von den Reichen von ihnen genommen wird und den Armen von ihnen gegeben wird. Wenn sie dir gehorchen, so nehme (diese) von ihnen undhalte dich fern von den besten Teilen ihrer Güter.“
Definition von „Zakat“: (2)
Erläuterungen zum Hadith und rechtliche Bestimmungen, die darausabzuleiten sind: (3)
Wer bekommt von der Zakat? As-San'ani sagt, dass diese Aussage ein Hinweis darauf ist, dass es genügt, die Zakat einer der acht möglichen Empfängergruppen zu geben. Die acht Empfängergruppen werden im Koran erwähnt: „Die Zakatgelder (w.rtl. Almosen, siehe oben „Definition von Zakat“, Punkt 3) sind nur für die Armen und Bedürftigen und für die mit ihrer Verwaltung Beauftragten und für die, deren Herzen vers.hnt werden sollen, für die (Befreiung von) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache Allahs und für den Wanderer: eine Vorschrift von Allah. Und Allah ist allwissend, allweise.“[9:60] Darf man die Zakat auch an Nichtmuslime geben? Ob man von den Zakatgeldern auch armen Nichtmuslimen geben darf, gibt es Meinungsunterschiede unter den Gelehrten:a) Al-Khazradschi sagt, dass „den Armen von ihnen“ bedeutet: „den armen Muslimen“ und dass es nicht erlaubt ist, die Zakat an arme Nichtmuslime zu geben. Denn die Zakat wurde nur von den reichen Muslimen und nicht von den reichen Nichtmuslimen eingezogen.a) Qaradawi sagt, dass man von den Zakatgeldern nicht einem Nichtmuslim geben darf, der im Kriegszustand mit den Muslimen steht, und auch nicht einem, der vom Islam abgefallen ist (arab. murtadd). Dahingehend sieht er es als rechtmäßig an, einem nichtmuslimischen Staatsbürger, der in einem Vertragsverhältnis mit den Muslimen steht (arab. dhimmi) von der Zakat zu geben, wenn dieser arm ist. (5) Begründung: Die Aussage Allahs „Die Zakatgelder (w.rtl. Almosen, siehe oben „Definition von Zakat“, Punkt 3) sind nur für die Armen ...“[9:60] ist allgemein gehalten. Umar ibn al-Khattab (r.) setzte aufgrund seines Verständnisses dieses Koranverses für einen jüdischen alten Mann eine Altersversorgung von der Staatskasse der Muslime fest. Der äußere Wortlaut der Aussage Allahs „Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht bek.mpfen des Glaubens wegen und euch nicht aus euren Heimst.tten vertreiben, gütig zu sein und billig mit ihnen zu verfahren; Allah liebt die Billigkeit Zeigenden.“[60:8] lässt folgern, dass es erlaubt ist, ihnen von den Zakatgeldern zu geben, da dies eine Art ist, gütig zu ihnen zu sein. Qaradawi sagt schließlich: „Eigentlich sollten die Zakatgelder zuerst den armen Muslimen gegeben werden, da die Zakat auch nur eine Pflichtabgabe für die reichen Muslime ist (und nicht eine Pflichtabgabe für die reichen Nichtmuslime). Jedoch ist nichts dagegen einzuwenden, einem armen dhimmi (6) davon zu geben, wenn genug von den Zakatgeldern vorhanden ist. ...... Aber selbst die Meinung derjenigen, die es als verboten ansehen, den dhimmis von den Zakatgeldern zu geben, bedeutet nicht, dass man die armen Nichtmuslime einfach so hungern und ohne ausreichende Bekleidung lässt. Vielmehr sollen sie vom islamischen Staat aus anderen Töpfen der Staatskasse unterstützt werden.“ Zu denjenigen, die es als erlaubt ansehen, einem Nichtmuslim von den Zakatgeldern zu geben, gehören der bekannte tabii (7) Ibn Sirin, Az-Zuhrijj und Zufar, der Schüler Abu Hanifas. Von Abu Hanifa wird überliefert, dass er es für erlaubt ansah, einem Nichtmuslim von der Zakat al-Fitr (Pflichtabgabe am Ende des Ramadan) zu geben, wenn dieser kein Feind ist bzw. jemand, mit dem die Muslime im Kriegszustand sind. Muss die Zakat lokal verteilt werden oder darf sie auch in andere Länder geschickt werden? Abdulqadir Schaibat al-Hamd sagt (8): „Ein Teil der Gelehrten verstand die Aussage des Propheten (s.a.s.) „von den Reichen von ihnen genommen wird und den Armen von ihnen gegeben wird“ so, dass die Zakatgelder eines jeden Landes für die (acht möglichen) Empfängergruppen des eigenen Landes ausgegeben wird. Jedoch wird es den Bedürftigen eines anderen Landes gegeben, wenn diese es nötiger haben. ..Es wird von Umar (r.) überliefert, dass ihm eine arme Frau begegnete, als er gerade nach Khaibar unterwegs war. Sie erwähnte ihre Bedürftigkeit. Da sagte er ihr, dass sie ihn nochmal in Medina ansprechen solle. Dort gab er ihr dann von den Zakatgeldern. Die meisten Gelehrten sehen es jedoch als verpönt (arab. makruh) an, Zakatgelder (in ein anderes Land) zu transportieren.
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