Mittwoch, 26. Juli 2017

Der Islam und die Bildung der Frau - Teil 1

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Einige Gegner des Islâm und andere, unwissende Menschen versuchen die Wahrheit gezielt zu vertuschen und behaupten, dass der Islâm nicht zur Bildung der Frau aufrufe, sondern vielmehr bevorzuge, dass sie unwissend bleibe.

Das ist nichts als eine klare Verleumdung gegen den Islâm, denn es gibt wahrlich keine andere Religion, kein anderes System oder keine andere Weltanschauung außer dem Islâm, die den Menschen mehr dazu anhält sich Wissen anzueignen, indem er die Menschen, unabhängig ob Mann oder Frau, dazu auffordert, mit allen Mitteln Wissen in den verschiedensten Gebieten zu erlangen, Erkenntnisse zu sammeln und zu forschen. Der Islâm zeigt uns, dass der wahre Weg, Allâh zu erkennen, den Glauben an Ihn wahrhaft zu verwirklichen und sich Seinem Gesetz zu unterwerfen, nur durch die Erlangung von Wissen beschritten werden kann.



Sind denn die Verse, mit denen Allâh die Offenbarungen an Seinen Propheten –Friede und Segen seien auf ihm- begann, nicht Beweis genug für dieses Faktum? In Sûra Al-Alaq, der ersten Offenbarung, heißt es: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel! Lies, und dein Herr ist der Edelste, Der mit dem Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste!“ (Sûra 96:1-5).


Es ist die Anordnung zu lesen, im Namen Allâhs, des Erschaffers, Der den Menschen, sowohl Mann als auch Frau, aus einem Blutklumpen erschuf. In diesen Versen liegt der Hinweis darauf, dass die Schöpfung die Quelle für die Erkenntnisse ist, durch die der Mensch Allâh erkennt. Und das Forschen in der Schöpfung Allâhs ist ja der stärkste und beste Weg für Leute, die sich des Wissens verschrieben haben und Dingen auf den Grund gehen, wo sie auch immer sein mögen und mit welcher Wissenschaft sie sich auch befassen mögen.




Die Offenbarung begann also mit der Aufforderung zu lesen, da das Lesen das wichtigste Mittel zur Festigung von Erkenntnissen und deren Ausführung ist. Und das Lesen ist dem Schreiben nachgestellt, und aus diesem Grund verdeutlicht uns Allâh Seine Güte, da Er uns durch die Feder lehrte, dem bedeutendsten der Schriftwerkzeuge. So lehrte Allâh Mann und Frau, was diese nicht wussten.


Die Aufforderung, mit der Allâh von Beginn der Offenbarung der islâmischen Lehre den Menschen zur Erlangung von Wissen anhielt, ist der offensichtlichste Beweis für die Gleichstellung zwischen Mann und Frau in Bezug auf Bildung und der Handhabung der beiden miteinander verknüpften Hilfsmittel Lesen und Schreiben.


Und da nun einmal das Wissen der einzige Weg ist Allâh zu begreifen, den Glauben an Ihn zu verwirklichen und die Gesetze Seiner Religion zu erlernen, was eine Pflicht für jeden Menschen darstellt, sowohl für den Mann wie auch die Frau, ist es für jeden Muslim und jede Muslimin unabdingbar, sich das an Wissen anzueignen, was einem dazu verhilft, seine persönliche Verantwortung vor Allâh auszuüben.


Mann und Frau werden in diesem Leben geprüft und tragen die Verantwortung dafür, wie sie sich verhalten, solange sie sich im Rahmen der Verantwortlichkeit befinden; und das sind sie, solange sie Verstand, Kontrolle und Handlungsmöglichkeit besitzen. Und dass der Mensch verantwortlich für seine Taten ist, bedeutet, dass er sich Wissen aneignen muss, mit dem er zwischen Wahrheit und Lüge, Gutem und Schlechtem, Schaden und Nutzen unterscheiden und die Grenzen seiner Verantwortung vor Allâh erlernen kann.


Der Islâm legt viel Wert auf die Bildung der Frau, damit sie ein nutzbarer Faktor zur Verbesserung einer nach Perfektion strebenden, islâmischen, ruhmreichen, starken, sicheren und zufriedenen Gemeinschaft wird.




Um dieses Ziel zu verwirklichen, wurde viel Wert darauf gelegt, der Frau die Teilnahme an den großen wie auch den kleinen allgemeinen islâmischen Versammlungen nahe zu legen. Ebenso wie am Gemeinschaftsgebet, dem Freitagsgebet und dem Festgebet und deren Predigten teilzunehmen, sofern kein Hinderungsgrund (wie z. B. die Monatsblutung) zur Verrichtung des Gebets besteht.


Ebenso die Aufforderung, die große und die kleine Pilgerfahrt (Haddsch und Umra) zu unternehmen und an lehrreichen Sitzungen teilzunehmen.


Allâh hat die Frauen mit dem angesprochen, womit Er auch die Männer angesprochen hat; so ist sie in den allgemeinen Anreden, in denen Allâh die Männer anspricht, automatisch mit einbezogen, und zwar im Bestreben, sie auf islâmischen Gebieten zu belehren und auszubilden und sie in die allgemeinen Angelegenheiten der Muslime mit einzubeziehen.


Führen wir uns die herrschende Lebensweise vor Augen, dann begreifen wir, wie wichtig eine Frau mit guter Ausbildung und gutem Charakter für ihre Familie und auch für die Gesellschaft ist. Denn je positiver der Einfluss der Frau innerhalb ihrer Familie ist, desto besser wird auch der Nachwuchs. Und ist ihr Einfluss negativ, ist das Gegenteil der Fall.

Nicht zu vergessen ist auch ihr überzeugender Einfluss auf die Männer ihrer Familie, seien es ihr Mann, ihr Vater oder ihr Bruder.


Ihr positiver Einfluss auf die Familie ist wichtiger als der positive Einfluss des Mannes, da sie in ihrer Beeinflussung auf die positive wie auch negative Charakterbildung der Kinder den Mann übertrifft, und zwar aus folgenden Gründen:


1. Wegen ihrer von Allâh verliehenen Mildtätigkeit, ihrer natürlichen Nachgiebigkeit, ihrer Einfühlsamkeit zu kleinen Kindern und ihrem Verständnis. Das alles trägt dazu bei, dass sie die Kinder in ihr Herz schließen, Vertrauen zu ihr aufbauen und sie so zum Vorbild für das Verhalten der Kinder wird.



2. Wegen ihrer ständigen Nähe zu den Kindern: Das führt bei den Kindern, die von ihrer natürlichen Veranlagung her sehr aufgeschlossen und aufnahmewillig sind, zur Nachahmung der Mutter und ihrer Gewohnheiten.

 

Weiterlsen:

Der Islam und die Bildung der Frau - Teil 2

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