Mittwoch, 26. Juli 2017

Der Glaube an die Propheten und die Gesandten

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Die Propheten sind die Führer, die zum rechten Wege führen und die Menschheit darauf leiten. Weil Menschen dazu neigen, vom rechten Wege abzuweichen, hat Allah Propheten gesandt, um sie davor zu bewahren, in die Irre zu gehen. So hat Allah durch Seine heiligen Bücher und Propheten den Menschen aufgezeigt, was ihre Pflichten sind und wo ihre Grenzen liegen und ihnen damit Verantwortung auferlegt. Und diese Möglichkeiten hat Allah allen Völkern gleichermaßen gegeben. Dazu heißt es im heiligen Koran:

„Und wahrlich haben wir aus jeder Gemeinschaft einen Propheten berufen (der sie lehrte): ‚Dient Allah und haltet euch von Götzen fern!’“ [16:36]



Das ist die Überzeugung, dass Allah manche von Seinen Geschöpfen als Gesandte auserwählt hat, um Seine Gesetze an die Menschheit weiterzugeben, damit sie den Gottesdienst, die Aufrechterhaltung Seiner Religion, die Einzigartigkeit in Seiner Herrlichkeit und Göttlichkeit, Seine Namen und Eigenschaften, bestätigen. Er hat sie damit beauftragt, Seine Botschaft an die Menschen weiterzugeben, damit sie hinterher keine Ausrede gegenüber Allah haben. Allah hat den Menschen, die an Seine Gesandten und die Botschaft, die sie überbracht haben, glauben, Seine Zufriedenheit und das Paradies versprochen. Und wer nicht daran glaubt, muss mit dem Zorn Allahs und Seiner Bestrafung rechnen. Allah sagt:

"Wir senden die Gesandten nur als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen. Wer also glaubt und Besserung bringt, über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein. * Denjenigen aber, die unsere Zeichen für Lüge erklären, wird die Strafe widerfahren dafür, dass sie zu freveln pflegten." [6:48-49]



Der Sinn der Religion besteht darin, den Menschen dabei zu helfen, die zerstörerischen Bestrebungen des Egos zu eliminieren oder zumindest abzuschwächen und die positiven Tendenzen zu bestärken. Um dieses Ziel erreichen zu können, brauchen die Menschen jedoch ein ‚perfektes Beispiel’. Einer der Hauptgründe, weshalb Allah der Menschheit Seine Propheten gesandt hat, besteht darin, dass sie vollkommene Vorbilder für die Menschen sein sollen.

Darüber sagt Allah der Erhabene im heiligen Koran:

„Wir haben keinen Gesandten geschickt, außer auf dass ihm gehorcht werde mit Erlaubnis Allahs!“ [4:64]

Der Prophet Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – ist der Höhepunkt menschlicher Perfektion. Deshalb sagt Allah im Koran:

„Ihr habt im Gesandten Allahs ein vorzügliches Beispiel für den, der auf Allah hofft und den Jüngsten Tag und Allahs gedenkt in vielfachem Gedenken.“ [33:21]




Anzahl der Propheten:

Da zu jedem Volk ein Prophet gesandt wurde, gibt es eine Vielzahl von Propheten. Im Koran heißt es:

„Es gab Gesandte, von denen Wir dir bereits berichtet haben, und Gesandte, von denen Wir dir nicht berichtet haben...“ [4:164]

Und es gab viele Propheten und Gesandte Allahs; niemand kennt ihre genaue Zahl außer Allah. Allah sagt:

"Wir haben doch bereits vor dir Gesandte gesandt. Unter ihnen gibt es manche, von denen Wir dir berichtet haben, und unter ihnen gibt es manche, von denen Wir dir nicht berichtet haben." [40:78]

Nach einigen Überlieferungen beträgt die Zahl der Propheten insgesamt 124.000. Im Koran werden nur 25 der Bekanntesten von ihnen erwähnt. Manchen von ihnen wurde ein neues göttliches Gesetz offenbart, andere bestätigten die Scharî´a der vorangegangenen Propheten und lebten danach.

Muslime sind verpflichtet, an sie alle zu glauben und auch daran, dass sie keine übermenschlichen Eigenschaften besaßen. Allah sagt:

"Und Wir haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir (Offenbarungen) eingaben. So fragt die Leute der Ermahnung, wenn ihr (es) nicht wisst. * Wir machen sie nicht zu Körpern, die keine Speise essen, und sie waren nicht unsterblich (ewig)." [21:7-8]

Wir glauben, dass Allah Seinem Volk Gesandte schickte, die "... als Verkünder und als Warner (gekommen sind), damit die Menschen keine Entschuldigung haben vor Allah nach (dem Auftreten der) Gesandten. Und Allah ist allmächtig, weise." [4: 165]

Die ersten und letzten Gesandten:

Wir glauben, dass der erste unter den Gesandten Noah ist und der letzte ist Mohammed.

"Wahrlich, Wir haben dir Eingebung gewährt, wie Wir Noah und den Propheten nach ihm Eingebung gewährten." [4:163]

"Mohammed ist in keiner Weise der Vater irgendeines eurer Männer, sondern der Gesandte Allahs und das Siegel (1) der Propheten" [33:40]

Die Hauptaufgabe aller Propheten bestand in drei Dingen:

  1. Verkündung der göttlichen Offenbarung an ihr Volk
  2. Anleitung der Menschen bei der Läuterung ihres Egos
  3. Studium der göttlich offenbarten Bücher und Erlernen der Weisheiten, die die Menschen in die Lage versetzen, dem rechten Weg zu folgen

Das Dasein der Propheten ist eine wichtige Bedingung für das Wohlergehen der Menschheit. Sie alle vereinigen in ihrer Persönlichkeit eine Vielzahl von vorzüglichen

Charaktereigenschaften und führen die Seelen der Menschen in harmonischer Weise zu ihrem Herrn.

 Der Prophet Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –, der sich seiner gewaltigen Verantwortung voll bewusst war, fragte, einige Zeit vor seinem Tode, die über Hunderttausend während seiner Abschiedspredigt anwesenden Gefährten:

„O ihr Leute, wenn ihr morgen über mich befragt werdet, was werdet ihr sagen?“

Und die Gefährten antworteten ihm, übereinstimmend und wie im Chor:

„Du hast deine Aufgabe erfüllt, uns die Botschaft Allahs zu überbringen, du hast uns ermahnt und zu uns gepredigt!“

Daraufhin sagte das Siegel der Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden:

„O meine Gefährten, habe ich die Botschaft überbracht?

Habe ich die Botschaft überbracht?

Habe ich die Botschaft überbracht?“

Der Gesandte Allahs – Segen und Friede Allahs seien auf ihm – fragte dreimal und ließ sie so zur Bestätigung dreimal Zeugnis ablegen, dann rief er Allah an, ebenfalls Zeuge zu sein:

„Sei Zeuge, o Herr!

Sei Zeuge, o Herr!

Sei Zeuge, o Herr!“ (2)


Die Gesandten sind menschliche Wesen:

- Wir glauben, dass alle Gesandten als menschliche Wesen erschaffen wurden, die keine der göttlichen Qualitäten Allahs besitzen. Allah, der Erhabene, sagte über Noah, der der erste unter ihnen war, "Und ich sage nicht zu euch, dass mir das Verfügungsrecht über die Schätze Allahs gegeben worden ist, noch kenne ich das Verborgene. Und ich erkläre nicht: "Ich bin ein Engel." [11:31]

Allah lenkte Mohammed, der der letzte unter ihnen war, zu sagen:

"Ich sage euch nicht, dass ich die Schätze Allahs besitze und ich kenne auch nicht das Verborgene. Und ich sage auch nicht zu euch: "Ich bin wahrlich ein Engel.". [6:50]

Und zu sagen:

"Ich kann mir selbst weder Gutes noch Schlechtes zufügen außer dem, was Allah will."  [7: 188]

Die Gesandten Allahs verfügten über keine göttlichen Attribute, konnten weder Nutzen noch Schaden bringen oder die Kontrolle über das Universum haben. Dies sind Dinge, über die nur Allah eine Macht besitzt.

Und auch zu sagen:

"Sprich: "Wahrlich, es steht weder in meiner Macht, euch Schaden zuzufügen noch Rechtleitung aufzuzwingen". Sprich: "Wahrlich, niemand kann mich vor Allah beschützen, und ich finde außer Ihm keine Zuflucht".  [72:21-2]

Wir glauben, dass die Gesandten unter Allahs Dienern sind. Er segnete sie mit der Botschaft und beschrieb sie als Diener, im Kontext sie zu preisen und zu ehren. So sagte Er über Noah, den ersten unter ihnen:

"O ihr Nachkommen derer, die Wir mit Noah (in der Arche) getragen haben! Er war wahrlich ein dankbarer Diener." [17:3]

Allah sagte über den letzten unter ihnen, Mohammed, Friede sei mit ihm:

"Segenreich ist Der, Der Unterscheidung herabgesandt hat zu Seinem Diener, auf dass sie eine Ermahnung sei für alle Welten." [25:1]

Die Propheten haben das Anvertraute ausgehändigt und die göttliche Botschaft an die Menschheit weitergegeben. Sie verkörperten die besten moralisch-ethischen Werte und erfüllten die Übermittlung der Botschaft Allahs auf die beste und vollkommenste Art. Sie waren vollkommen in ihrer Menschlichkeit und in ihren Taten. Allah hat sie vom Lügen, dem Verrat, und der Vernachlässigung ihrer Aufgabe beschützt. Allah sagt:

"Und Wir haben ja bereits Gesandte vor dir gesandt und ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben. Kein Gesandter kann ein Zeichen bringen außer mit Allahs Erlaubnis. Jede Frist hat eine Vorbestimmung."  [13:38]

Die besten Gesandten:

Und zu den Standhaften ("Ulu-ul-`Azm") von den Gesandten Allahs, in der Erfüllung ihrer Aufgabe und im geduldigen Übermitteln ihrer Botschaft  an die Menschen gehören die Propheten Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammad.

Wir glauben, dass sie die Besten unter den Gesandten sind. Sie sind es, die in den folgenden Koranversen gemeint sind:

"Und (gedenket der Zeit) als Wir den Propheten ihr Gelübde abnahmen ebenso wie von dir und von Noah und Abraham und Moses und Jesus, dem Sohn der Maria, und Wir nahmen ihnen ein feierliches Gelübde ab." [33:7]

Wir glauben, dass die Botschaft Mohammeds, Friede sei mit ihm, all die Werte der Botschaften dieser ehrwürdigen Gesandten einschließt, weil Allah sagt, "Er hat euch eine Religion verordnet, die das umfasst, was Er Noah auftrug, was Wir dir offenbarten, und was Wir Abraham, Moses und Jesus auftrugen, nämlich, dass ihr für die Religion einstehen und euch nicht darin zersplittern sollt. Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst." [42:13]

Wer an manche von ihnen glaubt, aber andere verleugnet, ist ungläubig und ein Abtrünniger des Islam. Allah sagt:

"Diejenigen, die Allah und Seine Gesandten verleugnen und zwischen Allah und Seinen Gesandten einen Unterschied machen wollen und sagen: "Wir glauben an die einen und verleugnen die anderen", und einen Weg dazwischen einschlagen wollen, das sind die wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben Wir schmachvolle Strafe bereitet." [4:150-151]

Er sagte über einige andere Gesandte:

"Und gedenke Unserer Diener Abraham, Isaak und Jakob. (Sie waren) Menschen von Kraft und Einsicht." [38:45]

"Ertrage geduldig, was sie reden, und gedenke Unseres Dieners David, der (soviel) Macht besaß: er wandte sich immer wieder (zu Allah)." [38:17]

"Und Wir schenkten David Salomon, welch ein vorzüglicher Diener." [38:30]

Allah sagte über Jesus, Sohn der Maria:

"Er war nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen haben, und Wir haben ihn zu einem Beispiel für die Kinder Israels gemacht." [43:59]

Wir glauben, dass Allah mit der Botschaft Mohammeds, Friede sei mit ihm, alle Botschaften für alle Menschen zusammenfasste, weil Allah sagte:

"Sprich: "O ihr Menschen! Ich bin wahrlich der Gesandte Allahs für euch alle - Desjenigen, Dem die Herrschaft über Himmel und Erde gehört. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Er ist es, Der Leben gibt und sterben lässt. So glaubt an Allah und an Seinen Gesandten - an den des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten, - der an Allah und Seine Worte glaubt. So folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet sein möget." [7:158]

Merkmale der Propheten:

Für ihre Aufgabe wurden sie von Allah ausgewählt und vorbereitet. Dementsprechend besitzen sie eine Reihe besonderer Merkmale, die Allah ihnen verliehen hat. Diese sind im Einzelnen:

1. Wahrhaftigkeit:

Die Propheten sind immer rechtschaffen, ihre Worte und Taten sind stets im Einklang miteinander. Es ist undenkbar, dass sie die Unwahrheit sagen. Ihre Wahrhaftigkeit wurde selbst von denen bestätigt, die nicht an sie glaubten. Hier sind ein paar aus der Vielzahl von Beispielen, die ihre besondere Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit belegen:

Der byzantinische Imperator Heraclius befragte, um mehr über den Propheten Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – zu erfahren, Abû Sufyân, der zu jener Zeit einer der Ungläubigen und Gegner des Propheten war:

„Hat er jemals sein Wort gebrochen?“

Und obwohl er dem Propheten feindlich gesinnt war, konnte Abû Sufyân nicht umhin, zu dessen Vorteil auszusagen und antwortete:

„Nein, er hält stets sein Wort!“

Ubay ibn Khalaf war ein erbitterter Feind des Islam. Seine Feindschaft ging so weit, dass er dem Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – vor dessen Auswanderung nach Medina zu drohen pflegte:

„Ich dressiere ein mächtiges Pferd und eines Tages werde ich dich vom Rücken dieses Pferdes aus töten!“

Und der Prophet – Segen und Friede Allahs seien auf ihm – antwortete ihm jedes Mal:

„Ich werde dich – so Allah will – töten!“

Während der Schlacht von Uhud war Ubay ibn Khalaf auf der Suche nach dem Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – wobei er sagte:

„Wenn ich ihn heute nicht finden kann, bin ich verloren!“

Als er sich schließlich dem Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – näherte, wollten die Gefährten ihm den Kopf abschlagen, doch der Prophet rief ihnen zu:

„Lasst ihn ruhig zu mir herankommen!“

Als er näher kam, ergriff der Prophet – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – den Speer aus der Hand eines seiner Gefährten und warf damit nach ihm. Der Speer streifte Ubay am Nacken, doch das reichte schon, um ihn von seinem Pferd zu werfen. Er war so erschreckt, dass er in Panik zu den Schlachtreihen der Armee der Götzenanbeter zurückrannte und schrie:

„Ich schwöre, Muhammad hat mich getötet! ...“

Die Götzenanbeter schauten sich seine Verletzung an und sagten:

„Das ist doch nur eine kleine Schramme!“

Doch auch das konnte ihn nicht beruhigen und er sagte:

„Als er noch in Mekka war, hat Muhammad mir gedroht: ‚Ich werde dich mit Sicherheit töten!’ Ich schwöre euch, dass ich sterben werde. Selbst wenn er mich nur angespuckt hätte, würde ich sterben!“

Ubay hörte nicht auf zu jammern, bis schließlich Abû Sufyân ihn zurechtwies und sagte:

„Hör’ auf, über diesen kleinen Kratzer zu heulen!“

Doch Ubay antwortete ihm:

„Weißt du nicht, wer mir das zugefügt hat? Es war Muhammad! Ich schwöre bei Lât und Uzzâ, dass, wenn dieser Kratzer auf alle Bewohner des gesamten Hijâz verteilt würde, sie allesamt daran zugrunde gehen würden. Muhammad hat in Mekka zu mir gesagt: ‚Ich werde dich mit Sicherheit töten!’ Seit diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass ich von ihm getötet werden würde. Als er es zu mir gesagt hat, wusste ich, dass ich von ihm getötet werden würde, selbst wenn er mich nur angespuckt hätte.“

Und tatsächlich starb Ubay, der Feind des Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –, einen Tag vor der Rückkehr nach Mekka.

Dieses Ereignis beinhaltet eine wichtige Lehre: Selbst ein hartgesottener Götzenanbeter, der den Propheten – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – gut kannte, war sich der Kraft seiner Worte bewusst.

2. Vertrauenswürdigkeit:

Die Propheten sind die Vertrauenswürdigsten der Menschheit. Selbst Nicht-Gläubige schenkten ihren Aussagen Glauben. So sahen selbst die Götzenanbeter den Propheten Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – als vertrauenswürdig an. Sie nannten ihn ‚Muhammad al-Amîn’, ‚Muhammad, den Vertrauenswürdigen’ und vertrauten ihm, mehr noch als ihren eigenen Leuten, ihre Besitztümer an. Das ging so weit, dass er bis zum Tage seiner Auswanderung nach Medina die Wertgegenstände einiger Götzenanbeter in seinem Haus zur Aufbewahrung hatte. Obwohl er sich in Lebensgefahr befand, bat er seinen Neffen ´Alî in Mekka zurückzubleiben, um die anvertrauten Gegenstände an ihre Besitzer zurückzugeben.

3. Intelligenz:

Die Propheten sind Menschen, die sich durch überragende Intelligenz und Auffassungsgabe auszeichnen. Sie verfügen über ausgezeichnetes Verständnis, klare Urteilsfähigkeit und starke Überzeugungskraft. Diese besonderen Merkmale sind bei jedem Propheten in unterschiedlicher Form erkennbar. Das Leben des Propheten Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – weist dafür viele Beispiele auf.

Lange vor dem Zeitpunkt der ersten Offenbarung renovierten die Stämme Mekkas die Ka´ba. Dabei kam es zu Unstimmigkeiten darüber, wem die Ehre zuteilwerden solle, den Schwarzen Stein in die Ecke der Ka´ba einzusetzen. Kurz bevor sich der Streit zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung entwickelte, machte einer von ihnen den Vorschlag:

„Hört auf zu streiten! Wenn wir die Angelegenheit nicht unter uns klären können, Lasst uns den ersten, der durch das Tor des Heiligtums kommt, zum Schiedsrichter machen!“

Beim Anblick des ersten, der zum Tor hereinkam, erhellte ein Lächeln ihre Gesichter, denn es war kein anderer als ‚Muhammad, der Vertrauenswürdige’.

Nachdem er erfahren hatte, worum sich der Streit drehte, wählte er von jedem der anwesenden Stämme einen Vertreter aus. Dann breitete er sein Schultertuch aus, bat sie, den Schwarzen Stein darauf zu legen und ließ die Vertreter der Stämme die Ecken des Tuches ergreifen, um den Stein an seinen Platz zu heben. Dort angekommen nahm er selbst, während sie das Tuch hielten, den Schwarzen Stein und platzierte ihn an der vorgesehenen Stelle. So verhinderte der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – durch weise Voraussicht und Intelligenz eine unausweichlich scheinende Auseinandersetzung.

Darüber hinaus übersteigen die Weisheit, die er während der Schlachten des Islam an den Tag legte, seine Voraussicht während des Kampfes um Hunayn, bei der Einnahme Mekkas und im Umgang mit den Leuten von Tâ’if, ebenso wie seine große Gerechtigkeit, um ein Vielfaches das Maß, mit dem gewöhnliche Sterbliche gemessen werden.

4. Verkündigung:

Die Propheten verkünden den Menschen die göttlichen Gebote, so wie es ihnen aufgetragen ist. Beim Überbringen dieser Botschaft fügen sie weder etwas hinzu noch lassen sie etwas aus.

5. Sündlosigkeit:

Die Propheten sind frei von jeglicher Art von Ungehorsam oder Sünde. Dennoch machen sie, weil auch sie schwache Wesen sind und um deutlich zu machen, dass sie keine göttliche Perfektion besitzen, gelegentlich kleine menschliche Fehler.

Und darin lässt sich noch eine andere Weisheit erkennen:

Wenn die Propheten vollkommen unfehlbar wären, könnten die Menschen in Versuchung kommen, sich daraus eine Ausrede zurechtlegen, um nicht ihrem Beispiel folgen zu müssen, weil sie sich einbilden, dass sie als schwache Menschen ohnehin unfähig seien, den göttlichen Geboten und Verboten zu gehorchen. Deshalb sind die Propheten nicht mit Engeln zu vergleichen, wie auch die folgenden Verse des edlen Koran belegen:

„Sprich: ‚Wären auf Erden in Frieden und in Sicherheit wandelnde Engel gewesen, hätten Wir ihnen gewiss einen Engel vom Himmel als Gesandten geschickt.’” [17:95]

„Und Wir gaben ihnen (den Propheten) weder Körper, die ohne Nahrung bleiben können, noch gaben wir ihnen ewiges Leben.“ [21:8]

Vorzüge des Propheten Muhammad:

Über diese fünf besonderen Merkmale der Propheten hinaus besaß Allahs Gesandter Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – noch einige andere außergewöhnliche Eigenschaften:

1. Der Prophet Muhammad – Segen Allahs und sein Friede seien auf ihm – ist der ‚Liebling Allahs’, ‚Habîbullah’; er ist der Meistgeehrte der gesamten Menschheit. Der türkische Dichter Nacib Fadil sagt in seiner Beschreibung des Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden:

„Dein Duft wurde in der Vorewigkeit gefiltert Du bist der Honig in der Wabe des Universums.“

2. Der Prophet Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – wurde zur gesamten Menschheit und allen Jinnen gesandt, er ist der Prophet ihrer beiden Reiche und die von ihm gebrachte Botschaft besitzt Gültigkeit bis zum Ende der Welt. Andere Propheten wurden zu bestimmten Völkern, mit einer Botschaft, die für eine bestimmte Zeitspanne galt, gesandt. Während die Wunder anderer Propheten für ihre eigene Zeit bestimmt waren, unterliegen die Wunder des Propheten Muhammads – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – keiner zeitlichen Beschränkung. Das bedeutendste seiner Wunder ist der heilige Koran, der bis zum Ende der Welt beschützt und unverändert gültig bleiben wird.

3. Der Prophet Muhammad – Segen Allahs und sein Friede seien auf ihm – ist der letzte Prophet und Gesandte Allahs. Wenn man jedoch seine Worte „Ich war ein Prophet, als Adam (noch) zwischen Wasser und Lehm war“ berücksichtigt, ist er ‚der Erste’ der erschaffen und zum Propheten für Menschen und Jinnen gemacht wurde.

Zusätzlich zu alledem wurden dem Propheten Muhammad – Segen Allahs und sein Friede seien auf ihm – die hohe Stufe des ‚Maqâmu l-Mahmûd’, des ‚erhabenen Ranges’ in der göttlichen Gegenwart und ‚Schafâ´atu l-Kubrâ’, die Stellung des größten Fürsprechers am Jüngsten Tage, verliehen. Aufgrund dessen wird der Prophet aus seinem Mitgefühl heraus Allah am Jüngsten Tage für die Sünden seiner Gemeinde um Vergebung bitten und seine Fürsprache wird angenommen werden. Die Worte des heiligen Koran weisen darauf hin, wie wichtig die Fürsprache des Siegels der Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – am Jüngsten Tage sein wird:

„Und wären sie zu dir gekommen, nachdem sie sich gegen sich selber vergangen hatten, und hätten Allah um Verzeihung gebeten und hätte der Gesandte für sie um Verzeihung gebeten, gewiss hätten sie Allah Allvergebend, Barmherzig gefunden.“ [4:64]

In diesem Zusammenhang erfüllt folgende Überlieferung des Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – unsere Herzen mit Hoffnung:

„Am Tage des Gerichtes werden die Menschen vor Schrecken erstarren. Sie werden zu Adam gehen – Allahs Friede sei auf ihm – und sagen:

‚Bitte lege für uns in der göttlichen Gegenwart Fürsprache ein!’

und er wird ihnen sagen: ‚Ich bin nicht in der Lage, für euch Fürsprache einzulegen, geht zu Ibrahim! Er ist der enge Freund des All-Barmherzigen (‚Khalîlu r-Rahmân’).’

Die Leute werden weiterziehen zu Ibrahim – Allahs Friede sei auf ihm – und ihn bitten, ihr Fürsprecher zu sein, doch er wird antworten:

‚Ich bin nicht in der Lage, für euch Fürsprache einzulegen, aber geht zu Mûsâ! Er ist derjenige, zu dem Allah direkt gesprochen hat. (‚Kalîmullah’)’

Wenn sie zu Mûsâ kommen – Allahs Friede sei auf ihm –, wird dieser ihnen wiederum sagen:

‚Ich bin nicht in der Lage, für euch Fürsprache einzulegen, geht zu ´Îsâ! Er ist derjenige, der als ‚Wort Allahs’ (‚Kalamullah’) und ‚Geist Allahs’ (‚Ruhullah’) bezeichnet wurde.

Schließlich werden sie bei ´Îsâ angelangen – Allahs Friede sei auf ihm –, doch er wird ihnen sagen:

‚Ich bin nicht in der Lage, für euch Fürsprache einzulegen! Geht zu Muhammad!’

So werden sie am Ende zu mir kommen und ich werde ihnen sagen:

‚Ja, dieses Vorrecht wurde mir gewährt.’

Dann werde ich um Erlaubnis bitten, vor meinen Herrn zu treten und die Erlaubnis wird mir erteilt werden. Zu diesem Zeitpunkt werden mir Worte des Lobpreises, die ich jetzt selbst noch nicht kenne, offenbart werden. Ich werde meinen Herrn mit diesen Worten lobpreisen und mich vor Ihm niederwerfen. In diesem Moment wird Allah zu mir sagen:

‚O Muhammad! Erhebe dein Haupt! Sprich! Deine Worte werden gehört werden! Bitte! Deine Bitten werden erfüllt werden! Lege Fürsprache ein! Deine Fürsprache wird angenommen werden!’

Dann werde ich sagen:

‚O mein Herr! Ich bitte für meine Ummah! Ich bitte für meine Ummah!’

Und Allah der Erhabene wird sagen:

‚O Muhammad! Geh’ und bringe diejenigen (aus dem Feuer ins Paradies), in deren Herzen Glaube vom Gewicht eines Gerstenkornes ist!’

Ich werde tun, wie mir geheißen wurde. Dann werde ich zurückkehren und dieselben Worte des Lobpreises wiederholen und mich anschließend niederwerfen. Wieder wird mir gesagt werden:

‚O Muhammad! Erhebe dein Haupt! Sprich! Deine Worte werden gehört werden! Bitte! Deine Bitten werden erfüllt werden! Lege Fürsprache ein! Deine Fürsprache wird angenommen werden!’

Und ich werde wieder sagen:

‚O mein Herr! Ich ersuche Dich für meine Ummah! Ich ersuche Dich für meine Ummah!’

Allah wird sagen:

‚O Muhammad! Geh’ und bringe diejenigen (aus dem Feuer ins Paradies), in deren Herzen Glaube vom Gewicht eines winzigen Teilchens oder eines Senfkornes ist!’

Ich werde tun, wie mir geheißen wurde. Dann werde ich wieder zurückkehren und dieselben Worte des Lobpreises wiederholen und mich anschließend wieder niederwerfen. Und Allah wird zu mir wieder sagen:

‚O Muhammad! Erhebe dein Haupt! Sprich! Deine Worte werden gehört werden! Bitte! Deine Bitten werden erfüllt werden! Lege Fürsprache ein! Deine Fürsprache wird angenommen werden!’

Und ich werde wieder sagen:

‚O mein Herr! Ich flehe Dich an für meine Ummah! Ich flehe Dich an für meine Ummah!’

Allah wird sagen:

‚O Muhammad! Geh’ und bringe diejenigen (aus dem Feuer ins Paradies), in deren Herzen Glaube vom Gewicht von noch viel weniger als dem eines Senfkornes ist!’

Ich werde tun, wie mir geheißen ward. Dann werde ich ein viertes Mal zurückkehren und dieselben Worte des Lobpreises wiederholen und mich anschließend wieder niederwerfen. Und Allah wird zu mir wieder sagen:

‚O Muhammad! Erhebe dein Haupt! Sprich! Deine Worte werden gehört werden! Bitte! Deine Bitten werden erfüllt werden! Lege Fürsprache ein! Deine Fürsprache wird angenommen werden!’

Dieses Mal werde ich sagen:

‚O mein Herr! Gewähre mir meine Bitte für einen Jeden, der gesagt hat: Lâ ilâha illAllah (Es gibt keine Gottheit außer Allah)!’

Allah der Erhabene wird sagen:

‚Bei Meiner Macht, bei Meiner Herrlichkeit, bei Meiner Erhabenheit und bei Meiner Majestät (schwöre ich): Ich werde wahrlich alle diejenigen (aus dem Feuer ins Paradies) herausbringen, die gesagt haben: Lâ ilâha illAllah!’“ (3)

Zusammengefasst können wir sagen, dass die Propheten unübertroffen in der Vorzüglichkeit ihrer Merkmale und Eigenschaften waren und deshalb zu Führern der Menschheit bestimmt wurden. Ihren Völkern wurde auferlegt, an sie zu glauben und ihnen zu folgen. So lautet der Befehl des Allmächtigen an Seine Diener:

„Sprecht: ‚Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt wurde, und was auf Ibrahim, Ismâ´îl, Ishâq, Ya´qûb und die Stämme (Isrâ’îls) herabgesandt wurde, und was Mûsâ und ´Îsâ gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben.’” [2:136]

„Diese (Propheten) sind diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat: so folge ihrer Rechtleitung.“ [6:90]

Diejenigen, die diesem göttlichen Befehl folgen, erlangen Glück und Sicherheit, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Sie erwerben einen Ehrenrang in beiden Welten:

„Und wer Allah und dem Gesandten gehorcht, wird unter denjenigen sein, denen Allah Seine Huld gewährt, von den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und den Rechtschaffenen - welch vorzügliche Gefährten!“ [4:136]

Diejenigen, die Allahs göttlichem Befehl gegenüber ungehorsam sind, gehören in beiden Welten zu den unglücklichen Verlierern:

„So reist auf der Erde umher und seht, wie das Ende derer war, die (die Wahrheit) geleugnet haben!“ [16:36]

„Und wer nicht an Allah und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und den Jüngsten Tag glaubt, der geht wahrlich weit in die Irre.“ [4:136]

Tatsächlich sind im Laufe der Geschichte Viele, achtlos und geblendet vom Glanze dieser vergänglichen Welt, vom geraden Wege zu den strahlenden Horizonten, die ihnen Allahs Propheten gewiesen hatten, abgewichen und ins Verderben gestürzt. Sie haben sogar ganze Völker ins Unglück gestürzt, die sich in ihrer Dummheit ganz dem Unrat dieser Welt verschrieben und so im Elend endeten. Sie wurden, weil sie sich in ihrer Unwissenheit und Unkenntnis der Weisheit und Mysterien der Schöpfung wie Tiere verhielten, am Ende vom göttlichen Zorn erfasst und vernichtet.

Im heiligen Koran heißt es:

„Und wie viele Generationen vor ihnen haben Wir vernichtet? Kannst du auch nur einen von ihnen finden oder einen Laut von ihnen hören?“ [19:98]

„Sind sie denn nicht im Lande umhergereist, um zu sehen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Jene waren noch mächtiger als sie, und sie bebauten das Land und bevölkerten es mehr, als diese es bevölkern. Und ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den Beweisen. Und Allah wollte ihnen kein Unrecht antun, doch sie selbst taten sich Unrecht an.“ [30:9]

Allah sagt über diese Nachlässigen, die, trotz unzähliger göttlicher Zeichen und Warnungen, auf ihrem Unglauben beharrten:

„Hinweg mit einem Volke, das nicht glauben will!“ [23:44]

Alle Propheten sind gesegnete Persönlichkeiten, sie alle lehrten und führten die Menschheit auf der Grundlage des Glaubens an die Einheit Allahs. Einen einzigen von ihnen, dessen Prophetentum im heiligen Koran bestätigt ist, abzulehnen bedeutet, den Bereich des Glaubens zu verlassen. So gilt zum Beispiel jemand, der das Prophetentum ´Îsâs (Jesus) ablehnt, nicht als Gläubiger. Alle Propheten haben die gleichen Prinzipien verkündet und alle lehrten die Religion der Gottergebenheit, die Religion des Islam. Der Prophet der Endzeit, Muhammad – Allah segne ihn und sie und schenke ihnen allen Frieden –, ist der Meister aller Propheten. Er wird seine Gemeinde am Jüngsten Tage unter dem ‚Liwâ’u l-Hamd’, dem ‚Banner des Lobpreises’, versammeln. Darunter werden auch die früheren Propheten mit ihren Anhängern sein, die an sie glaubten und dem rechten Weg gefolgt sind. Das gilt für all jene Anhänger früherer Propheten, die an diese glaubten, bevor ihre Botschaft von Allah aufgehoben oder durch eine neuere ersetzt wurde. Sie alle werden ihren Platz inmitten der ‚Ummatu l-Muhammadî’, der Gemeinde Muhammads, einnehmen.

„Und Friede sei auf den Gesandten! Und aller Lobpreis gebührt Allah, dem Herrn der Welten.“ [37:181-182]


Die rechtgeleiteten Kalifen:

Wir glauben, dass der Prophet, Friede sei mit ihm, rechtgeleitete Nachfolger hat, die seine Sunnah ausführten, indem sie Wissen verbreiteten, zum Islam aufriefen und die Angelegenheiten der Muslime leiteten. Wir glauben, dass der beste unter ihnen, der am meisten zum Kalifat berechtigte Abu- Bakr as-Siddiq war, gefolgt von 'Umar Ibn al-Khattab, dann 'Uthman Ibn 'Affan, dann 'Ali Ibn Abi Talib, möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. Folglich war ihre Aufeinanderfolge zum Kalifat übereinstimmend mit ihren Tugenden. Allah, der Erhabene, der über unendliche Weisheit verfügt, würde keinen Herrscher über die besten Generationen berufen, es sei denn, er war der beste Vorgesetzte unter ihnen und hatte den besten Anspruch auf das Kalifat.

Wir glauben, dass der geringste unter diesen rechtgeleiteten Gefährten in einer spezifischen Tugend der Vorgesetzte derer sein kann, die besser als er sind, aber er darf nicht die absolute Vorherrschaft erlangen, weil die die Herrschaft konstituierenden Elemente vielseitig und zahlreich sind.

Wir glauben, dass die muslimische Ummah die beste unter den Nationen ist, und Allah, der Ehrwürdige und Erhabene, sie gesegnet hat, weil er sagte,

"Ihr seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Recht und verwehrt Unrecht und glaubt an Allah." [3: 110]


Die Gefährten des Propheten:

Wir glauben, dass die besten der Muslimischen Ummah die Gefährten des Propheten sind, gefolgt von ihren Nachfolgern, und denen, die ihnen folgten.

Wir glauben auch, dass eine Gruppe dieser Ummah immer siegreich auf dem richtigen Weg bleibt, ungeachtet derer, die sie verlassen oder derer, die bis zum Jüngsten Tag gegen sie sind. - Wir glauben, dass die Auseinandersetzungen, die unter den Gefährten des Propheten stattfanden, das Ergebnis der aufrichtigen Interpretationen, die zu erreichen sie hart arbeiteten, sind. Wer immer unter ihnen richtig war, würde doppelt belohnt, und wer immer falsch unter ihnen war, würde einmal belohnt und sein Fehler würde ihm vergeben werden.

Es ist unsere Meinung, dass wir aufhören sollten, über ihre Fehler zu sprechen und erwähnen sollten, was sie an wunderschönen Loben verdienten. Wir sollten unsere Herzen von Hass und Bosheit gegen einige von ihnen reinigen, weil Allah über sie sagte,

"Diejenigen von euch, die vor dem Sieg gespendet und gekämpft haben, sind nicht gleichzustellen. Sie haben einen höheren Rang als jene, die erst nachher gespendet und gekämpft haben. Allen aber hat Allah Gutes verheißen, und Allah ist wohl vertraut mit dem, was ihr tut" [57:10]

Und Allah sagte über uns,

"Und diejenigen, die nach ihnen kamen sagen: Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorausgegangen sind, und 1aß in unseren Herzen keinen Groll gegen die sein, die geglaubt haben. Unser Herr, Du bist der Liebenswürdigste, der Barmherzige."
[59:10]

Der Nutzen des Glaubens (Iman) an die Propheten

  • Das Bewusstsein für die Barmherzigkeit und die Liebe Allahs gegenüber Seinen Dienern wachzurufen, Er sandte den Menschen Propheten, um ihnen Seine Botschaft und Gesetze zu vermitteln und als Vorbilder in der Umsetzung der Botschaft.
  • Dadurch stellt sich heraus, wer die ehrlichen Gläubigen sind, denn wer an den Gesandten Allahs glaubt, soll auch an alle anderen Gesandten glauben, die mit ihrer Botschaft kamen.
  • Allah vervielfacht das Gute für seine Diener, denn wer an Seinen Gesandten und alle anderen Gesandten glaubt, bekommt zweifachen Lohn.

 


Fußnoten: 

(1) Im Koran steht "Khatim". Dies heißt im Arabischen "letzte". Das wurde mit zahlreichen Hadithen bestätigt.
Vergleiche hierzu Ihn Kathir Band 3, Seite 541 ff. Im Gegenteil zu den sogenannten Qadjanija (Ahmadija), die glauben, dass Mohammed (salla Allahu alaihi wassalam)

nicht der letzte Prophet sei. Diese in Indien bzw. Pakistan entstandene Gruppe hat sich mit solchen Glauben vom Islam entfernt.

(2) [Bukhârî, Kitâbu l-´Ilm, 37]

(3) Bukhârî, Kitâb at-Tauhîd, 36

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