Samstag, 24. Juni 2017

Cat Stevens, Alias Yusuf Islam, ehemaliger Papster, UK

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Jetzt ist mir klar, dass ich in direkten Kontakt mit Gott treten kann.

Cat Stevens, Alias Yusuf Islam, ehemaliger Papster, UKCat Stevens, Alias Yusuf Islam, ehemaliger Papster, UKAls Menschen ist uns ein Bewusstsein und eine Aufgabe gegeben worden, die uns an die Spitze der Schöpfung gestellt hat. Der Mensch wurde geschaffen, um Statthalter Gottes auf Erden zu sein und es ist wichtig, die Verpflichtung zu erfüllen, sich von allen falschen Vorstellungen zu befreien und unser Leben zu einer Vorbereitung auf das nächste Leben zu machen. Wenn jemand diese Chance verpasst, bekommt er keine zweite, wird nicht immer wieder zurück gebracht, denn es heißt im Qur'an Majeed, dass, wenn der Mensch zur Rechtfertigung geholt wird, er sagen wird, "O Herr, schick uns zurück und gib uns noch eine zweite Chance." Der Herr sagt, "Wenn ich dich zurücksende, tust du dasselbe."

Ich wuchs in der modernen Welt voller Luxus und im Glitzerleben des Showgeschäfts auf. Ich wurde in einem christlichen Haus geboren, aber wir wissen, dass jedes Kind in seiner ursprünglichen Natur geboren ist - es sind nur seine Eltern, die ihn zu dieser oder jener Religion bringen. Mir wurde diese Religion (Christentum) gegeben und so dachte ich auch. Ich wurde gelehrt, dass Gott existiert, aber es keinen direkten Kontakt mit Gott gibt, also mussten wir durch Jesus mit Ihm Kontakt aufnehmen - er war die eigentliche Tür zu Gott. Das wurde mehr oder weniger von mir akzeptiert, aber ich schluckte nicht alles. Ich betrachtete einige der Statuen von Jesus; sie waren nur Steine ohne Leben. Und als sie sagten, dass Gott drei ist, war ich noch mehr verwirrt, nur konnte ich nicht argumentieren. Ich glaubte es mehr oder weniger, weil ich den Glauben meiner Eltern respektieren musste. Nach und nach wurde ich von dieser frommen Erziehung entfremdet. Ich fing an, Musik zu machen. Ich wollte ein großer Star sein.

All die Sachen, die ich in den Filmen und in den Medien sah, nahmen Einfluss auf mich und möglicherweise dachte ich, dass dieses mein Gott sei, das Ziel Geld zu verdienen. Ich hatte einen Onkel, der ein schönes Auto hatte. "Gut," sagte ich, "er hat es geschafft. Er hat eine Menge Geld." Die Leute um mich herum beeinflussten mich, zu denken, dass es das war; diese Welt war ihr Gott. Ich entschied, dass dies genau das Leben für mich war: eine Menge Geld machen, ein "großes Leben führen." Jetzt waren meine Vorbilder die Popstars. Ich fing an, Lieder zu schreiben, aber tief in mir hatte ich ein Gefühl für Menschlichkeit, ein Gefühl, dass, wenn ich reich werden würde, ich den Bedürftigen helfen würde. (Es heißt im Qur'an, wir machen Versprechen, aber dass, wenn wir etwas bekommen, wir es behalten möchten und gierig werden.) So geschah, dass ich sehr berühmt wurde. Ich war noch ein Jugendlicher, mein Name und Foto wurden in allen Medien gezeigt. Sie machten mich größer als das Leben, also wollte ich größer leben als das Leben und die einzige Weise, das zu tun, war, mich zu berauschen (mit Alkohol und Drogen).



IM KRANKENHAUS


Nach einem Jahr des finanziellen Erfolges und des high lifes, wurde ich sehr krank, bekam TB und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Es war zu der Zeit, dass ich zu denken begann: Was sollte mit mir geschehen? War ich nur ein Körper und mein Ziel im Leben war bloß, diesen Körper zu befriedigen? Mir wurde nun klar, dass dieser Notstand ein Segen war, der mir von Allah gegeben wurde, eine Chance, meine Augen zu öffnen - "Warum bin ich hier? Warum bin ich im Bett?" - und ich fing an, nach einigen Antworten zu suchen. Zu dieser Zeit gab es großes Interesse am östlichen Mystizismus. Ich fing an zu lesen und das Erste, das mir bewusst wurde, war der Tod und dass die Seele weiter besteht; sie hört nicht auf. Ich glaubte, dass ich die Straße zum Glück und zur hohen Vollendung nahm.

Ich fing an zu meditieren und wurde sogar ein Vegetarier. Ich glaubte jetzt an "Frieden und flower power", das war der allgemeine Trend. Aber was ich insbesondere glaubte, war, dass ich nicht nur ein Körper war. Dieses Bewusstsein kam im Krankenhaus zu mir. Eines Tag, als ich spazieren ging und von Regen überrascht wurde, fing ich an, nach Schutz zu suchen und dann dachte ich, "warte eine Minute, mein Körper wird nass, mein Körper sagt mir, dass ich nass werde." Das ließ mich an einen Spruch denken, dass der Körper wie ein Esel ist und er lernen muss, wohin er gehen soll. Andernfalls führt der Esel dich dahin, wohin er gehen möchte. Dann wurde mir klar, dass ich einen Willen, ein Gott-gegebenes Geschenk hatte: dem Willen Gottes zu folgen. Ich war von der neuen Terminologie fasziniert, die ich in der östlichen Religion erlernte. Jetzt hatte ich das Christentum satt.

Ich fing wieder an, Musik zu machen und dieses Mal begann ich, meine eigenen Gedanken zu reflektieren. Ich erinnere mich an die Lyrik von einem meiner Lieder. Sie geht so: "Ich wünschte, ich wüsste, ich wünschte, ich wüsste, was den Himmel macht, was die Hölle macht. Beginne ich, Dich in meinem Bett oder in irgendeiner staubiger Zelle kennen zu lernen, während andere das große Hotel erreichen?" und ich wusste, dass ich auf dem Weg war. Ich schrieb auch ein anderes Lied, "Die Art, Gott zu finden (The Way to Find God Out)." Ich wurde sogar noch berühmter in der Musikwelt. Ich hatte wirklich eine schwierige Zeit, weil ich reich und berühmt wurde und gleichzeitig mit ganzem Herzen nach der Wahrheit suchte. Dann gab es einen Moment, wo ich entschied, dass Buddhismus in Ordnung und vortrefflich ist, aber ich nicht bereit war, die Welt zu lassen. Ich war zu sehr der Welt verbunden und war nicht bereit, ein Mönch zu werden und mich von der Gesellschaft zu isolieren. Ich versuchte Zen und Ching, Numerologie, Tarotkarten und Astrologie. Ich versuchte, wieder in die Bibel zu schauen und konnte nichts finden. Zu dieser Zeit wusste ich nichts über Islam und dann geschah, was ich als Wunder betrachte. Mein Bruder hatte die Moschee in Jerusalem besichtigt und war sehr beeindruckt, dass dort einerseits das Leben pulsierte (anders als in den Kirchen und Synagogen, die leer waren), andererseits eine Atmosphäre des Friedens und der Ruhe vorherrschte.




QUR'AN

Als er nach London zurückkam, brachte er eine Übersetzung des Qur'an mit, die er mir gab. Er wurde nicht Muslim, aber er fand etwas an dieser Religion und dachte, ich könnte auch etwas in ihr finden. Und als ich das Buch bekam -eine Anleitung, die mir alles erklären würde: wer ich war; was der Zweck des Lebens war; was die Wirklichkeit war und was die Wirklichkeit sein würde; von wo ich kam - stellte ich fest, dass dies die wahre Religion ist; Religion nicht wie der Westen sie versteht, nicht die Art, die nur für deine alten Tage bestimmt ist. Im Westen wird jeder, der eine Religion annimmt und sie zu seiner Lebensweise macht, ein Fanatiker genannt. Ich war kein Fanatiker, ich war zunächst über Körper und Seele verwirrt. Dann stellte ich fest, dass der Körper und die Seele nicht getrennt sind und du nicht zum Berg gehen musst, um fromm zu sein. Wir müssen dem Willen Gottes folgen. Dann können wir höher steigen als die Engel.

Die erste Sache, die ich jetzt tun wollte, war, ein Muslim zu sein. Ich stellte fest, dass alles Gott gehört, dass kein Schlummer Ihn erfasst. Er hat alles geschaffen. An diesem Punkt fing ich an, den Stolz in mir zu verlieren, denn bis jetzt hatte ich gedacht, dass der Grund, warum ich hier war, meine eigene Großartigkeit war. Aber ich stellte fest, dass ich mich nicht selbst erschuf und der ganze Zweck von meinem Dasein war, mich der Lehre hinzugeben, die durch die Religion vervollkommnet worden ist, die wir als Al-Islam kennen. An diesem Punkt fing ich an, meinen Glauben zu entdecken. Ich hatte das Gefühl, dass ich ein Muslim war. Beim Lesen des Qur'an stellte ich jetzt fest, dass alle Propheten, die von Gott gesendet worden waren dieselbe Botschaft hatten. Warum waren dann die Juden und die Christen unterschiedlich? Ich wusste jetzt, dass die Juden Jesus nicht als Messias annahmen und sie sein Wort geändert hatten. Sogar die Christen missverstehen sein Wort und nannten Jesus den Sohn Gottes. Alles war so sinnvoll. Dies ist die Schönheit des Qur'an; er bittet dich, selbst vernünftig nachzudenken und nicht die Sonne oder den Mond anzubeten, sondern den, der alles erschaffen hat. Der Qur'an bittet einen, über die Sonne und den Mond und Gottes Kreation im Allgemeinen nachzudenken.

Ist dir klar, wie unterschiedlich die Sonne vom Mond ist? Sie haben unterschiedliche Abstände von der Erde, dennoch erscheinen sie uns gleich groß; manchmal scheinen sie sich mit dem anderen zu decken. Auch wenn viele der Astronauten ins All gehen, sehen sie die bedeutungslose Größe der Erde und die Leere des Raumes. Sie werden sehr fromm, weil sie die Zeichen Allahs gesehen haben. Als ich den Qur'an weiter las, sprach er über Gebet, Freundlichkeit und über Nächstenliebe. Ich war noch kein Muslim, aber ich glaubte, dass die einzige Antwort für mich der Qur'an war, dass Gott ihn mir geschickt hatte und ich behielt es als Geheimnis. Aber der Qur'an spricht in unterschiedlichen Leveln. Ich fing an, ihn auf einem anderen Level zu verstehen, in dem der Qur'an sagt, "diejenigen, die glauben nehmen sich keine Ungläubigen zu Freunden und die Gläubigen sind Brüder." Und an diesem Punkt wollte ich meine muslimischen Brüder treffen.


KONVERTIERUNG


Dann entschied ich mich, nach Jerusalem zu reisen (wie mein Bruder es getan hatte). In Jerusalem ging ich in eine Moschee und setzte mich. Ein Mann fragte mich, was ich wünsche. Ich erklärte ihm, dass ich ein Muslim war. Er fragte, wie mein Name war. Ich erklärte ihm "Stevens." Er war konfus. Ich nahm dann am Gebet teil, wenn auch nicht sehr erfolgreich. Zurück in London traf ich eine Schwester, die Nafisa hieß. Ich erklärte ihr, dass ich den Islam annehmen wollte und sie verwies mich auf die neue Regent Moschee.

Das war im Jahr 1977, ungefähr anderthalb Jahre, nachdem ich den Qur'an bekommen hatte. Jetzt stellte ich fest, dass ich meinen Stolz loswerden musste, Iblis bekämpfen und in eine Richtung blicken. Also ging ich an einem Freitag, nach dem Jumma zum Imam und erklärte vor ihm meinen Glauben (das Kalima). Vor euch steht jemand, der Ruhm und Vermögen erreicht hatte. Aber Rechtleitung war etwas, das mir entging, egal wie stark ich danach suchte, bis mir der Qur'an gezeigt wurde. Jetzt ist mir klar, dass ich in direkten Kontakt mit Gott treten kann, anders als im Christentum oder jeder möglichen anderen Religion. Wie eine hinduistische Dame mir erklärte, "du verstehst die Hindus nicht. Wir glauben an einen Gott; wir benutzen diese Gegenstände (Idole) nur, um uns zu konzentrieren." Was sie sagt, war, dass, um Gott zu erreichen, man Teilnehmer schaffen muss, die aus diesem Grund Idole sind. Aber der Islam entfernt alle diese Barrieren. Die einzige Sache, die die Gläubigen von den Ungläubigen trennt ist das Gebet (salat). Dies ist der Prozess der Reinigung.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass alles, was ich tue, ich für das Wohlwollen Allahs tue und bete, dass man etwas Inspiration aus meinen Erfahrungen gewinnt. Außerdem möchte ich betonen, dass ich mit keinem Muslim in Kontakt kam, bevor ich den Islam annahm. Ich las zuerst den Qur'an und stellte fest, dass keine Person vollkommen ist. Islam ist vollkommen und wenn wir die Führung des heiligen Propheten (Sallallahu alaihi wa sallam) nachahmen sind wir hoffentlich erfolgreich. Möge Allah uns Rechtleitung geben, um dem Weg der Ummah von Muhammad (Sallallahu alaihi wa sallam) zu folgen. Amin!

Quelle: Way to Allah e.V

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