D Der Heilige Koran

Ibn Kathīr

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Ibn Kathir, Abu l-Fida' Isma'il ibn Umar (arabisch ‏أبو الفداء إسماعيل بن عمر بن كثير‎, gegen 1300 in Bosra;  1373 in Damaskus) mit dem Ehrentitel Imad ad-Din / ‏ عماد الدين‎ / „Stütze der Religion“ war ein bedeutender muslimischer Gelehrter in Damaskus.



Leben


Er studierte nach dem Tod seines Vaters in Damaskus und erwarb sich einen Ruf als schafiitischer Rechtsgelehrter, Koranexeget und Geschichtsschreiber. Er war der Schüler von Ibn Taimiya und von adh-Dhahabi. Durch seine Heirat der Tochter des damals bekanntesten Gelehrten Syriens al-Mizzi hatte er Zugang zu den wichtigsten Gelehrtenzirkeln des Landes. Im Jahre 1345 ist er zum Prediger (chatib) der neu gegründeten Moschee in Mizza, am Wohnort seines Schwiegervaters ernannt worden. Ab 1366 hatte er das Amt des Koranexegeten in der Umayyaden-Moschee von Damaskus inne. Ibn Ka'sir verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Damaskus, wo er neben anderen Gelehrten seiner Zeit vor allem bei ibn Taimija studierte, den er sehr verehrte. Ebenso wie sein Lehrer wurde auch er durch das herrschende Regime verfolgt, und er wurde neben seinem Grab begraben.

Von den Auslegungen, die sich auf Überlieferungen stützen, gilt seine als die zweitbeste, nach der von At- Tabari. ibn Ka'sir war bestrebt, die Ajas der Qur'an zunächst durch andere Ajas und dann durch Aussagen und Hinweise des Propheten Muhammad -Friede sei mit ihm  zu deuten.

Er bringt die angeführten Hadithe immer mit der dazugehörigen Kette der Überlieferer und dem jeweils zutreffenden Bewertungskriterium. So ist sein Werk über das hinaus auch für das Hadith-Studium von großer Bedeutung.  

Einige seiner Werke

Al-bidaya wa-n-nihaya / ‏ البداية والنهاية‎ / „Der Anfang und das Ende“ ist eines der bekanntesten Werke der islamischen Geschichtsschreibung, die von der Weltschöpfung nach islamischen Vorstellungen über die Prophetenbiographie bis zum Jahr 1365 reicht und auch die islamischen Auffassungen vom Weltende einbezieht. Die wichtigsten Teile des Werkes betreffen den politischen Alltag zu seiner Zeit. Das Werk ist im Orient mehrfach gedruckt worden, erstmalig in Kairo 1932-1939, in 14 Bänden. Die Bekanntheit dieses Werkes ist durch die häufige Erwähnung in späteren Schriften der islamischen Geschichtsschreibung bestätigt.
Tafsir al-Koran / ‏تفسير القرآن ‎ / „Die Koranexegese“ folgt in ihrer Sure/Vers-Anordnung dem Korankommentar von at-Tabari und wertet in 4 Bänden alte Materialien aus, die beim letzteren z.T. nicht erhalten sind.




Fada'il al-Koran / ‏فضائل القرآن /‎ „Die Vorzüge des Korans“ war als „Anhang“ zu seiner Koranexgese gedacht. Es beinhaltet auf 58 Druckseiten die Geschichte des Korantextes, seine Sammlung und Aufzeichnung nach dem Tode Mohammeds. Dabei stützt sich der Verfasser überwiegend auf die gleichnamigen Kapitel in den großen kanonischen Hadithsammlungen und kommentiert ihre Inhalte kurz. Ein Register der Hadithe, die Ibn Kathir in seinem Kommentar zitiert, ist in Beirut (2. Auflage 1987) erschienen.
Al-idschtihad fi talab al-dschihad / ‏ الاجتهاد في طلب الجهاد‎ / „die Anstrengung beim Wunsch nach dem heiligen Krieg“; verfasst auf Wunsch des Statthalters von Damaskus, um die Vorzüge des Dschihad und des Ribats gegen die Christen an der Mittelmeerküste anhand Koran und Sunna hervorzuheben.


Al-Dschami' / ‏الجامع ‎ / „Die Zusammenfassung“ ist eine groß angelegte Sammlung von Hadithen mit den Namen der Prophetengefährten in alphabetischer Anordnung, die als Vermittler derselben in den sechs kanonischen Sammlungen, im Musnad des Ahmad ibn Hanbal und in kleineren Sammlungen genannt sind. Das Werk diente als Nachschlagewerk im Lehrbetrieb der Traditionswissenschaften.


Literatur

www.de.wikipedia.org

www.der-islam.com



Carl Brockelmann: Geschichte der arabischen Litteratur. Bd. 2, S. 60-61.

The Encyclopaedia of Islam.

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