Mittwoch, 26. Juli 2017

Die Vatergefühle des Propheten - Teil 1

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Vatergefühle sind eine angeborene Emotion der Väter ihren Kindern gegenüber, aber nur wenige Väter haben diese Eigenschaft vollkommen inne. Unser Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - hat diese Eigenschaft - genauso wie alle seine Eigenschaften - vervollkommnet. Hauptmerkmal dieser Eigenschaft ist der liebevolle und milde Umgang mit Kindern. Diese Eigenschaft zeigt sich klar im alltäglichen Umgang des Propheten – Friede und Segen seien auf ihm - , nicht nur mit seinen leiblichen Söhnen und Töchtern, sondern auch mit allen anderen Kindern. Das beweist die Stärke und die echte Vaterliebe des Propheten – Friede und Segen seien auf ihm -, denn es kann sein, dass man nur mit seinen eigenen Kindern liebevoll und zärtlich umgeht, nur ihnen all seine Liebe, Zärtlichkeit und Mitgefühle schenkt, aber für die Anderen davon nichts übrig hat. Die Vaterliebe des Propheten der Barmherzigkeit – Friede und Segen seien auf ihm - war jedoch so vollkommen und umfassend, dass seine Liebe und Zärtlichkeit alle Kinder umfasste. Diese Kinder durften sie genießen und in ihrem Lichte stehen. Es war also eine großzügige, zärtliche und innige Vaterliebe; eine Liebe, die den Vätern zeigt, was Frömmigkeit, Barmherzigkeit und Zärtlichkeit ist, ja, was Vaterliebe überhaupt bedeutet.

Die in authentischen Hadîthen zu lesende vollkommene Vaterliebe leitet die Menschen zur Sunna des Besten der Geschöpfe– Friede und Segen seien auf ihm -. Der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - freute sich immer über Kinder, er – Friede und Segen seien auf ihm - gratulierte ihnen zu ihrer Geburt und wünschte ihnen Segen. Er – Friede und Segen seien auf ihm - erfreute sich, wenn ihm Kinder gebracht wurden; er massierte den Gaumen mit zerkauten Datteln, gab ihnen Namen und lehrte so die Muslime, wie sie ihre Kinder empfangen sollten. Er ermunterte die Eltern dazu, sich über ihre Kinder und deren Ankunft zu freuen, und empfahl ihnen die Aqîqa – ein Schlachtopfer – am siebten Tag nach der Geburt. Der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - wohnte diesen Festessen auch bei, um auf sie und deren Bedeutung hinzuweisen und den Grund ihrer Veranstaltung zu erwähnen. Von Asmâ bint Abû Bakr – Allahs Wohlgefallen sei auf ihm -, wurde berichtet, dass sie sagte: „Ich verließ Makka, als ich mit Abudullâh ibn Az-Zubair hoch schwanger war. So kam ich in Madîna an, und ließ mich in Qubâ nieder, dort habe ich entbunden. Dann brachte ich ihn zum Propheten – Friede und Segen seien auf ihm - und legte ihn in seinen Schoß. Er – Friede und Segen seien auf ihm - ließ eine Dattel bringen, zerkaute sie und führte etwas Speichel in seinen Mund. So war das erste, das in seinen Bauch gelangte, der Speichel des Propheten – Friede und Segen seien auf ihm -. Alsdann massierte er – Friede und Segen seien auf ihm - den Gaumen Abdullâhs mit dieser Dattel, bete für ihn und wünschte ihm Segen. Er war das erste Neugeborene im Islâm." Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.



Die Situationen, in denen der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - so verfuhr wie mit Abdullâh ibn Az-Zubair –Allahs Wohlgefallen sei auf ihm- , sind nicht aufzuzählen. Es scheint so, als hätten die Gefährten des Propheten gewusst, dass dieses Ritual dem Propheten gefällt und ihn erfreut. Aus diesem Grund pflegten sie es auch und nahmen es ernst. Darüberhinaus bemerkten sie, dass es gut für ihre Kinder ist und sie dadurch Segen erhalten. Diese Aussage wird durch einen authentischen Hadîth von Anas - Allahs Wohlgefallen sei auf ihm - bekräftigt: Er - Allahs Wohlgefallen sei auf ihm - sagte: „Als Umm Sulaim, die Ehefrau von Abû Talha und Mutter von Anas, einen Sohn gebar, sagte Abû Talha: «Bewahre ihn (füttere ihn nicht), bis du ihn dem Propheten – Friede und Segen seien auf ihm - bringst!»" Anas - Allahs Wohlgefallen sei auf ihm - sagt weiter: „Umm Sulaim brachte mit dem Kind ein paar Datteln mit. Da nahm der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - ihn und sagte: «Hat er etwas mit sich?» Sie sagten: «Ja, Datteln.» Da nahm der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm - sie, zerkaute sie, führte ein wenig davon in den Mund des Kleinen und massierte seinen Gaumen damit. Dann nannte er – Friede und Segen seien auf ihm - ihn Abdullâh." Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.

Abû Mûsâ berichtet: „Als ich einen Sohn bekam, brachte ich ihn dem Propheten – Friede und Segen seien auf ihm -. Er nannte ihn Ibrâhîm, massierte seinen Gaumen mit einer zerkauten Dattel, bat für ihn um Segen und gab ihn mir dann wieder.“ Ibrâhîm war der älteste Sohn von Abû Mûsâ Al-Asch’arî. Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.



Diese Handlungen waren bei den Muslimen üblich und bekannt. Von Â`ischa - Allahs Wohlgefallen sei auf ihm - wird berichtet, dass sie sagte: "Dem Propheten – Friede und Segen seien auf ihm - wurden immer die Kinder gebracht, er bat für sie um Segen und massierte ihre Gaumen (mit zerkauten Datteln)." Überliefert von Muslim.

Weitelesen:

Die Vatergefühle des Propheten - Teil 2

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