B Besondere islamische Anlässe

Kabaa2

Die Änderung der Gebetsrichtung (Qibla)

سَيَقُولُ ٱلسُّفَهَآءُ مِنَ ٱلنَّاسِ مَا وَلَّٮٰهُمۡ عَن قِبۡلَتِہِمُ ٱلَّتِى كَانُواْ عَلَيۡهَا‌ۚ قُل لِّلَّهِ ٱلۡمَشۡرِقُ وَٱلۡمَغۡرِبُ‌ۚ يَہۡدِى مَن يَشَآءُ إِلَىٰ صِرَٲطٍ۬ مُّسۡتَقِيمٍ۬ ١٤٢


"Die Toren unter den Menschen werden sagen: ""Was hat sie bewogen, sich von ihrer Qibla abzuwenden, nach der sie sich bisher gerichtet hatten?"" Sprich: ""Allah gehört der Osten und der Westen; Er leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg." (Sure 2 - 142)

KabaIn diesem Vers wird auf ein besonderes Ereignis in der Geschichte des Islam hingewiesen, das unter der damaligen Bevölkerung großes Aufsehen erweckt hat, es wird auf die Änderung der Gebetsrichtung hingewiesen. Der heilige Prophet (s.a.a.s.) hatte seit seiner Ernennung zum Propheten bis zur Auswanderung nach Medina (13 Jahre) und einige Monate nach der Auswanderung in Richtung Jerusalem gebetet. In den ersten Monaten nach der Auswanderung nach Medina bekam er nun die Anordnung, die Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka zu ändern.

Über den genauen Zeitpunkt der Änderung der Gebetsrichtung herrschen unter den Kommentatoren unterschiedliche Ansichten. Einige sind der Ansicht, dass diese Änderung 7 Monate nach der Auswanderung stattfand. Andere wiederum sind der Ansicht, dass sie erst 17 Monate nach der Auswanderung stattfand. Während dieser Zeit waren die Muslime verschiedenen Angriffen von Seiten der Juden ausgesetzt denn Jerusalem war ja gerade auch ihre Gebetsrichtung.

Das nahmen die Juden zum Anlass, ihre Religion als die wahre zu bezeichnen. Sie bezeichneten die Muslime als Nachläufer ihrer Religion, weil diese ja keine eigenständige Gebetsrichtung hatten. Dies waren für den heiligen Propheten (s.a.a.s.) als auch für die Muslime keine geringen Anschuldigungen. Aus diesem Grund verbrachte der heilige Prophet (s.a.a.s.) viele Nächte in Erwartung eines göttlichen Auftrages, durch den er von dieser misslichen Lage befreit würde.

Als dieser Auftrag von Seiten Gottes auf ihn gesandt wurde, befand sich der heilige Prophet (s.a.a.s.) gerade beim Mittagsgebet in der Moschee der Banu Salim (بنو سالِم). Er war gerade im zweiten Rak’ah als Gott ihn anordnete, die Gebetsrichtung von Jerusalem (Al-Quds) nach Mekka zu wechseln. Die Gebetsrichtung nach Jerusalem war in Richtung Norden, die Gebetsrichtung aber war nun Richtung Süden. Auf diese Weise wurden die Muslime angewiesen, fortan ihre Gebete in die neue Gebetsrichtung, nach Mekka, zu verrichten.

Diese Änderung der Gebetsrichtung aber war den Juden ein Dorn im Auge, der ihre Sticheleien zunichte machte. Aus diesem Grund fühlten sie sich zu neuen Sticheleien veranlasst. So stellten sie die Frage: „was hat denn die Muslime dazu veranlasst, sich von ihrer bisherigen Gebetsrichtung abzuwenden? Wenn die erste Gebetsrichtung richtig war, warum haben sie sich dann von ihr abgewandt? Wenn aber die zweite Gebetsrichtung richtig ist, warum haben sie dann 13 Jahre lang in die falsche Richtung gebetet?


Der hier kommentierte Vers ist ein Hinweis darauf, dass es in naher Zukunft zur Änderung der Gebetsrichtung kommen wird und dass es unter den Menschen, gemeint sind hier die Juden, einfältige Tore gibt, die jene Anschuldigungen hervorbringen. Gleichzeitig gibt dieser Vers dem heiligen Propheten (s.a.a.s.) die Anordnung, jene Toren darauf hinzuweisen, dass Gott sowohl der Osten als auch der Westen gehört. Damit stellt der heilige Koran klar, dass die gesamte Welt Gott gehört. Es stellt also keinen Unterschied dar, wenn Gott anstelle Jerusalem nun die Kaaba als die neue Gebetsrichtung bestimmt, denn alle Orte gehören Gott. Kein Ort hat eine besondere Bedeutung, solange Gott ihm nicht einen gewissen Wert zuweist. Wenn aber Gott einem Ort eine besondere Bedeutung beimisst, dann haben die Menschen das auch zu befolgen.


Beachtenswert in diesem Vers ist, dass hier nur von Osten und Westen gesprochen wird, dass aber der gesamte Globus gemeint ist. Gott weist hier also nur auf zwei der vier Himmelrichtungen hin, meint aber alle Himmelsrichtungen. Dabei umfassen Osten und Westen, wenn man es genau nimmt, alle Gebiete der Erde, was auf Norden und Süden nicht zutrifft. Dass kann natürlich auch ein Grund dafür sein, dass der heilige Koran hier von Osten und Westen spricht.

Dabei ist zu sagen, dass die Änderung der Gebetsrichtung nicht nur den Sticheleien der Juden und Götzenanbeter Einhalt geboten hat, sondern darüber hinaus auch eine Prüfung für die Gläubigen war. So erforderte es z.B. auch von vielen Muslimen eine große Überwindung, dieser Änderung Folge zu leisten. Es war nur fest überzeugten Muslimen leicht, nach mehr als dreizehn Jahren Gebet nach Jerusalem, von nun an in Richtung Kaaba zu beten. Denn ihnen war klar, dass jede Anordnung von Seiten Gottes zu befolgen ist.

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