Was ist der Grund der Beschneidung der Muslime?

Die Beschneidung ist eine weitverbreitete Praktik unter den Muslimen. Aus welchem Grund wird sie praktiziert und welche Weisheiten stecken dahinter?

1. Reinheit und Hygiene:

Die Beschneidung wurde den islamischen Männern von Muhammed -Friede und Segen seien auf Ihm- empfohlen, in dem er Folgendes sagte:

“Zur Natur des Menschen (arab.: fitra) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Entfernen der Achselhaare." (Buchari)

All diese Gebote, sorgen in erster Linie für die Reinheit und Hygiene des Menschen. So sagte Muhammed -Friede und Segen seien auf Ihm- in einer weiteren, authentischen Überlieferung:

„Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens“

Dass die Beschneidung hygienische und gesundheitliche Vorteile für den Mann hat ist unbezweifelbar und heute wissenschaftlich gesichert. So seien folgende von mehreren Vorteilen erwähnt:

„Laut einer australischen Untersuchung haben beschnittene Männer ein geringeres Risiko, sich mit AIDS zu infizieren. Demnach fungiert die Innenseite der Vorhaut als Eintrittspforte für HI-Viren.

Die Hygiene ist bei beschnittenen Männern einfacher und effektiver durchzuführen. [..]
Peniskrebs soll bei beschnittenen Männern seltener auftreten als bei unbeschnittenen. Das Risiko für Harnwegsinfektionen sinkt bei Beschnittenen, somit reduziert sich auch das Risiko, bleibende Nierenschäden durch aufsteigende Infektionen zu bekommen.“ (1)

2. Die Tradition der Propheten:

Der Islam ist die Religion aller Propheten Gottes, was bereits hier erläutert wurde. Dementsprechend lehrt der Islam, aber auch nicht-islamische Quellen, dass die vorherigen Propheten, wie Abraham, Isaak, Moses, David und Jesus beschnitten waren. Dies wird auch vom alten und neuen Testament bestätigt. So steht in 1. Mose, Kapitel 17:

„Alles was männlich ist, soll beschnitten werden.“

Ebenso wird von der Beschneidung Isaaks berichtet (1. Mose, Kapitel 21). Auch das neue Testament zeigt, dass Jesus beschnitten war, was in Lukas 2, 21 deutlich wird. Bis heute ist die Beschneidung im Judentum entsprechend der Lehre der Propheten Gang und Gebe.

Im Christentum wurde das Durchführen der Beschneidung in der Mitte des 1. Jahrhundert, hauptsächlich durch die Aussagen Paulus’ motiviert, abgeschafft und wird größtenteils nicht mehr durchgeführt, wobei es immer noch christliche Gruppen und Konfessionen gibt die sie praktizieren.

Es wird also deutlich, dass die Beschneidung große positive Vorteile für die Gesundheit und die Hygiene des Mannes beinhaltet, die Allah in seiner Weisheit den Menschen empfiehlt.

Ebenso ist die Beschneidung keine „Erfindung“ Muhammeds -Friede und Segen seien auf Ihm-, sondern der Weg aller Propheten gewesen. (2)


Quellen:

(1): http://www.netdoktor.de/Magazin/Die-Beschneidung-beim-Mann-228.html, 16.04.2009)

(2): http://www.fragenzumislam.de/?p=101

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