H Haddsch At-Tamattu

Aufbruch nach ‘Arafāt

Aufbruch nach 'Arafa2.Tag :


9.Dsul-Hidscha (Tag von ‘Arafāt)
Am"Tag von ‘Arafāt "und nach Sonnenaufgang begibt sich der Pilger von Mina nach ‘Arafāt und sagt dabei:

[O Allāh, ich bin zu Dir gekommen. Und wende mich an Dein edelmütiges Antlitz. Bitte mach, dass meine Sünden vergeben werden, und mein Hadsch angenommen wird! Ich bitte Dich um Deine Barmherzigkeit! Du hast wahrlich Macht über alle Dinge].

Der Pilger spricht viel die Talbia und rezitiert Qurā‛n und sagt: [Unser Herr, gib uns Gutes im Diesseits und Gutes......]

Dann steht er in ‘Arafāt. Das Stehen ist im ganzen Gebiet erlaubt, aber die beste Stelle ist, wo Allāhs Gesandter (Allāhs Segen und Friede auf ihm) stand. Das ist die Stelle an den großen Felsen am Fuße des Berges der Barmherzigkeit (‘Arafāt):

Beim Erblicken des Berges sagt er: [Preis sei Allāh, Allāh ist der Größte].

Als Sunna geht der Pilger dann zur Moschee "Namirah", hört die Ansprache dort und verrichtet, zur Zeit des Mittagsgebet, dieses Gebet zusammen mit dem Nachmittagsgebet, je mit zwei Rak‘āt. Beide Gebete werden verrichtet mit einem Adsān (Gebetsruf) und zwei Iqāma (Aufforderung zur Verrichtung des Gebets) hinter dem Imam (Vorbeter) und ohne Nāfila (freiwilliges Gebet) dazwischen.

Nach dem Gebet beginnt der eigentliche Wuqūf (Stehen) . Der Pilger soll möglichst viel, leise und aus ehrlichem Herzen anbeten. Er soll auch Talbiya sprechen, Qurā‛n rezitieren, sich intensiv mit der Anbetung beschäftigen, sie dreimal wiederholen und sich, wenn möglich, in Richtung Makka wenden. Die Anbetung beginnt und endet mit: [Preis sei Allāh, und lob sei Allāh, Er ist der Ruhmreiche. Allāh segne den Propheten Muhammad und gebe ihm Friede!]

Der Pilger darf sich für den Wuqūf in ‘Arafāt waschen
.

Bittgebete beim Wuqūf in ‘Arafāt

Es ist bevorzugt, solche Bittgebete zu sprechen, die unser Herr Muhammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, selbst und die Propheten vor ihm sprachen, wie:

  • [Es gibt keinen Gott außer Allāh, Er ist einzig, Er hat keinen Mitgott. Sein ist die Herrschaft und Sein ist das Lob, Er gibt Leben und lässt sterben, und er hat Macht über alle Dinge].
  • Es ist wünschenswert, die vorige Formel so oft wie möglich zu wiederholen.
  • [O Allāh, ich habe mir selber viel Unrecht angetan, und wer verzeiht die Sünden außer Dir! Bitte verzeihe mir und sei mir barmherzig, Du bist ja der Verzeihende, der Barmherzige.
  • Unser Herr, nimm uns nicht heran, wenn wir vergessen oder überschritten haben. Unser Herr, und lade uns nicht eine Brüde auf, wie Du sie denen aufgeladen hast, die vor uns waren. Unser Herr, und lass uns nicht tragen, wozu wir keine Fähigkeit haben, also erlasse es uns und verzeihe uns und sei uns barmherzig, Du bist unser Schutzherr, so hilf uns gegen das Volk der Glaubensverweiger.
  • Unser Herr, lass unsere Herzen nicht abweichen, nachdem Du uns recht geleitet hast und gewähre uns von Dir her Barmherzigkeit, Du bist ja der Gewährende. Unser Herr, wir haben uns selber Unrecht getan, und wenn Du uns nicht verzeihst und uns barmherzig bist, sind wir ganz bestimmt welche von den Verlierern.
  • O Allāh, Du bist mein Herr, kein Gott ist da außer Dir. Du erschufst mich und ich bin Dein Diener. Ich halte fest an meinem Bund mit Dir und an meinem Versprechen an Dich, solange ich dies einzuhalten vermag. Ich nehme Zuflucht bei Dir vor dem Übel, das ich begangen habe, und gebe in aller Dankbarkeit Deine Huld an mich zu, sowie ich meine Schuld zugebe. Bitte vergib mir, denn keiner ist da außer Dir, der die Sünden vergibt! (Das höchste aller Bittgebete um Vergebung).
  • Es gibt keinen Gott außer Allāh, Er ist einzig, Er hat keinen Mittgott. Sein ist die Herrschaft und Sein ist das Lob, und Er hat Macht über alle Dinge. O Allāh, wir loben Dich so weit wir Dein Lob mit Worten sagen können und auch darüber hinaus. O Allāh, mein Gebet und mein Opfern und mein Leben und mein Sterben sind für Dich, Du Allāh, der der Herr der Welten ist. Bei Dir ist meine Heimkehr und Dir gehört mein Erbe. O Allāh, ich suche bei Dir Zuflucht vor der Strafe des Grabes und vor dem Einflüsterer, der alles Mögliche in mein Gemüt einzuflüstern versucht. Ich suche bei Dir Zuflucht vor der Verwirrung der Gedanken und vor dem Übel, das der Wind bringt.
  • O Allāh, unser Herr, gib uns in dieser Welt Gutes und im Jenseits Gutes und schütze uns vor der Strafe des Höllenfeuers! O Allāh, verzeihe mir! Solche Verzeihung von Dir, die meinen Zweck in den beiden Heimstätten gedeihen lässt. Und sei mir barmherzig! Solche Barmherzigkeit von Dir, die mich glücklich in den beiden Heimstätten macht. Bitte wende Dich vergebend zu mir! Ich wende mich reuvoll Dir zu, mit einer aufrichtigen Reue, die ich nie brechen werde. Lass mich den Weg der Rechtschaffenheit gehen, von dem ich nie abweichen werde. O Allāh, bitte versetze mich von der Demütigung des Ungehorsams in die Macht des Gehorsams! Gib mir die Kraft, statt des Verbotenen nur das Erlaubte zu tun, statt ungehorsam zu sein nur Dir zu gehorchen, statt die anderen um etwas zu bitten, nur Deine Gnade zu beanspruchen! Erleuchte mein Herz und mein Grab! Ich suche bei Dir Zuflucht vor allem, was böse ist. Gewähre mir alles, was gut ist! Ich vertraue Dir meine Religion, meine Sicherheit, mein Herz, meinen Körper, die letzten meiner Taten und alles an, was Du mir, meinen Geliebten und allen Muslimen gewährt hast.


Der Pilger soll Bittgebete sprechen, bis die Zeit des Aufbruchs nach Musdalifa kommt. Er steht am Berg ‘Arafāt bis zum Sonnenuntergang; also steht er dort einen Teil vom Tag und einen vom Abend. Er bricht dann nach Musdalifa auf, und verrichtet dort, zur Zeit des Abendgebets, das Gebet bei Sonnenuntergang und das Abendgebet zusammen mit einem Adsān und einer Iqāma.

Der Pilger soll viel Gutes am Tag von ‘Arafāt tun, aber auch an den ersten zehn Tagen von Dsul-Hidscha.

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