F Fragen zur Pilgerfahrt

Eine Frau hat den Hadsch noch nicht verrichtet und möchte jemanden beauftragen, den Hadsch für ihren verstorbenen Mann zu verrichten

Frage

Ich bin seit drei Jahren verwitwet und habe drei kleine Kinder. Den Hadsch habe ich noch nicht verrichtet. Darf ich eine Person dafür bezahlen (von meinem eigenen Geld, nicht von dem Waisengeld meiner Kinder etc.), dass sie den Hadsch für meinen verstorbenen Ehemann durchführt?




Antwort

Der Lobpreis ist Allâhs! Möge Allâh Seinen Gesandten in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken!

Und nun zur Frage:

Möge Allâh es dir mit dem Besten vergelten, dass du zu deinem Ehemann auch nach dessen Tod so gütig bist. Allerdings musst du erst einmal selbst den Hadsch verrichten, wenn du dazu in der Lage bist und mit einen Mahram reist.

Wenn dir dies verwehrt sein sollte, bist du nicht zum Hadsch verpflichtet. Falls dein Ehemann verstorben sein sollte, bevor er den Hadsch verrichten konnte, muss jemand für ihn den Hadsch von seinem Vermächtnis verrichten. Dies belegen die Gelehrten mit dem Hadîth von Ibn Abbâs möge Allah mit beiden zufrieden sein , in dem der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte : „Die Schulden gegenüber Allâh haben ein höheres Anrecht darauf, beglichen zu werden.“

Dazu kannst du deinen Anteil nach Belieben spenden und auf den Lohn von Allâh hoffen.

Wenn dein Ehemann allerdings vor seinem Tode den Hadsch durchgeführt hat oder ihm dies zu Lebzeiten aus finanziellen oder anderen Gründen verwehrt war, kann jemand für ihn den Hadsch aus anderen Quellen finanziert durchführen lassen. In jedem Fall muss derjenige, der den Hadsch stellvertretend durchführt, selbst bereits den Hadsch verrichtet haben, wie uns Ibn Abbâs überliefert: Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sah, wie jemand für seinen Bruder oder Verwandten Namens Schibrima die Talbiya ausrief und für sich selbst den Hadsch noch nicht vollzogen hatte. Da sagte er zu ihm: „Vollziehe den Hadsch zuerst für dich und dann für Schibrima!“ Überliefert von Imâm Ahmad und Ibn Mâdscha. Der Gelehrte Al-Albânî stufte den Hadîth als authentisch ein.

Die Mehrheit der Gelehrten ist der Meinung, dass die Belohnung für diesen Hadsch dem Toten zu Gute kommen wird, wobei dies die maßgebliche Meinung ist, die sich auf stichhaltige Beweise stützt.

Und Allâh weiß es am besten.

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