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Der Weg zur Rechtleitung (2)

Wie wir Rechtleitung erlangen


·         Die Reinheit der Absicht,

·         Folgen des Propheten –Ehre und Heil auf ihm-,

·         Die Furcht vor Allah und die treffende/ gute Rede

 

Unser Bemühen um die eigene Rechtleitung und um die Rechtleitung unserer Angehörigen ist zu wichtig, um am Ende fruchtlos zu sein. Deshalb ist es unabdingbar, dass unsere Vorgehensweise zur Rechtleitung unserer selbst und anderer auf den Grundlagen basiert, die Allah der Allweise zu Mitteln und Voraussetzungen für diesen Zweck bestimmt hat.

Zu den wichtigsten Mitteln und Voraussetzungen zur Erlangung der eigenen Rechtleitung und zur aktiven Rechtleitung anderer gehören die folgenden:

Die Reinheit der Absicht (Al-Ikhlaas) und das Folgen des Propheten Muhammad -Ehre und Heil auf ihm- (Al-Mutaaba'ah)

Al-Ikhlaas (die Reinheit der Absicht) und Al-Mutaaba'ah (das Folgen des Propheten Muhammad -Ehre und Heil auf ihm-) sind die zwei grundlegenden Voraussetzungen für den Erfolg und das persönliche Glück in diesem Leben wie in der Ewigkeit nach dem Tod.

Es sind die zwei Voraussetzungen, die beide zusammen erfüllt sein müssen, damit Allah der Erhabene eine Tat von uns akzeptiert und diese uns so am Jüngsten Tag ein Schutz vor dem Feuer und verdiente Freude sein wird.



Eine Tat, die ohne den Ikhlaas oder ohne die Mutaaba'ah ausgeführt wird, wird von Allah zurückgewiesen und nicht akzeptiert, egal, wie gut und fromm uns diese Tat äusserlich erscheinen mag.

Al-Ikhlaas (die Reinheit der Absicht) ist die Umsetzung des ersten Teils des islamischen Glaubensbekenntnisses:

لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ

"Es gibt keine Gottheit außer Allah."

Al-Ikhlaas bedeutet, die jeweilige Tat aufrichtig und einzig und allein für die Zufriedenheit und das Wohlgefallen Allahs und in Hoffnung auf Seine Belohnung auszuführen.

Es ist somit erforderlich, seine Absicht (Niyah) von jedem anderen Grund für die Ausführung dieser Tat zu reinigen und zu befreien, so dass die Absicht für die jeweilige Handlung nicht vom Streben nach irgendetwas außer dem Wohlgefallen Allahs, wie beispielsweise persönlichem Gewinn an Reichtum oder Ansehen im Diesseits, verunreinigt wird.

Natürlich gehört dazu vor allem Anderen die Reinheit der Absicht und des Herzens von der Anbetung, Verherrlichung und Vergötterung anderer neben oder ausser Allah dem Einzigen, dem alleinigen Gott, der keine Teilhaber hat. Allah der Erhabene sagt:

"وَمَا أُمِرُوا إِلَّا لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ" البينة 5

"Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als Allah zu dienen, Ihm

allein und aufrichtig die Religion widmend." (Qur'an 98: 5)

Und Allah der Erhabene sagt:

"وَاعْبُدُواْ اللّهَ وَلاَ تُشْرِكُواْ بِهِ شَيْئاً" النساء 36

"Und dient Allah und gesellt Ihm nichts bei." (Qur'an 4: 36)

 

Al-Mutaaba'ah (das Folgen des Propheten Muhammad –Segen und Heil auf ihm-) ist die Umsetzung des zweiten Teils des islamischen Glaubensbekenntnisses:

محمد رسول الله

"Muhammad ist der Gesandte Allahs."

Al-Mutaaba'ah (das Folgen des Propheten Muhammad -Ehre und Heil auf ihm-) bedeutet, die jeweilige Tat in vollständiger Übereinstimmung mit dem Beispiel des Propheten Muhammad -Segen und Heil auf ihm- (Sunnah) auszuführen, ohne etwas zu verändern, wegzulassen oder

hinzuzufügen. Dies bedeutet, dem Qur'an so zu folgen, wie Allah es bestimmt und befohlen hat. Allah der Erhabene sagt:

 

"وَأَطِيعُواْ اللّهَ وَأَطِيعُواْ الرَّسُولَ وَاحْذَرُواْ فَإِن تَوَلَّيْتُمْ فَاعْلَمُواْ أَنَّمَا عَلَى رَسُولِنَا الْبَلاَغُ الْمُبِينُ" المائدة92

 

"Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und seht euch vor! Doch wenn ihr euch abkehrt, so wisst, dass Unserem Gesandten nur die deutliche Übermittelung (der Botschaft) obliegt." (Qur'an 5: 92)

Und Allah der Erhabene sagt:

"وَمَا آتَاكُمُ الرَّسُولُ فَخُذُوهُ وَمَا نَهَاكُمْ عَنْهُ فَانتَهُوا وَاتَّقُوا اللَّهَ إِنَّ اللَّهَ شَدِيدُ الْعِقَابِ" الحشر7

"Und was immer der Gesandte euch gibt, so nehmt es, und was immer er euch untersagt, dessen enthaltet euch. Und fürchtet Allah. Gewiß, Allah ist streng im Strafen." (Qur'an 59: 7)

Die Furcht vor Allah (At-Taqwa) und die treffende/ gute Rede (Al-Qawl as-sadiid)

At-Taqwa (die Furcht vor Allah) bedeutet, zwischen sich und der Strafe Allahs durch das Befolgen Seiner Befehle und das Einhalten Seiner Verbote einen Schutz zu errichten.

Al-Qawl as-sadiid (die treffende/ gute Rede) ist die richtige und gute Rede. Damit sind alle Worte gemeint, die aus islamischer Sicht richtig und gut in ihrem Inhalt sind und die zu einem richtigen und guten Zeitpunkt gesprochen werden, um Positives zu erwirken.

At-Taqwa (die Furcht vor Allah) und Al-Qawl as-sadiid (die treffende/ gute Rede) sind weitere Voraussetzungen für den persönlichen Erfolg im diesseitigen Leben wie im ewigen Leben nach dem Tod.

 Allah der Erhabene sagt:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اتَّقُوا اللَّهَ وَقُولُوا قَوْلاً سَدِيداً{70} يُصْلِحْ لَكُمْ أَعْمَالَكُمْ وَيَغْفِرْ لَكُمْ ذُنُوبَكُمْ وَمَن يُطِعْ اللَّهَ وَرَسُولَهُ فَقَدْ فَازَ فَوْزاً عَظِيما ً71   الأحزاب

"O die ihr glaubt, fürchtet Allah und sprecht treffende Worte, (70) so lässt Er eure Werke gut sein und vergibt euch eure Sünden. Und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, der erziehlt wahrlich einen großartigen Erfolg." (Qur'an 33: 70-71)

Wenn wir uns also Erfolg in unseren Taten des diesseitigen Lebens wünschen, wozu auch unsere eigene Rechtleitung und Erziehung zum richtigen Glauben sowie die Rechtleitung und Erziehung anderer zählt, so liegt es an uns, Gottesfürchtig zu sein und treffende sowie gute Worte zu sprechen.

Und Allah der Erhabene sagt:

"يِا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُواْ إَن تَتَّقُواْ اللّهَ يَجْعَل لَّكُمْ فُرْقَاناً وَيُكَفِّرْ عَنكُمْ سَيِّئَاتِكُمْ وَيَغْفِرْ لَكُمْ وَاللّهُ ذُو الْفَضْلِ الْعَظِيمِ" الأنفال29

"O die ihr glaubt, wenn ihr Allah fürchtet, bestimmt Er euch eine (Fähigkeit zur) Unterscheidung, tilgt euch eure schlechten Taten und vergibt euch. Und Allah besitzt große Huld." (Qur'an 8: 29)

Mit der Fähigkeit zur Unterscheidung ist hier die Fähigkeit des Menschen gemeint, die Allah ihm verleiht, zwischen Richtig und Falsch, zwischen Gut und Schlecht, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Die Furcht vor Allah ist also ein Grund dafür, dass Allah uns das Wissen und das Verständnis erlangen lässt, richtig zwischen den Dingen zu unterscheiden und die Wahrheit zu erkennen. Ein solches Wissen und Verständnis sind unabdingbar für die Rechtleitung des Menschen.

Sollten wir bei unserem Bemühen um eigene Rechtleitung und Erziehung zum richtigen Glauben und zum Guten oder bei der Rechtleitung und Erziehung anderer auf Schwierigkeiten und Probleme stoßen (was sicherlich unvermeidbar ist), so müssen wir uns der folgenden Worte Allahs erinnern:

"وَمَن يَتَّقِ اللَّهَ يَجْعَل لَّهُ مَخْرَجاً"  الطلاق2

"Und wer Allah fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg." (Qur'an 65: 2)

"وَمَن يَتَّقِ اللَّهَ يَجْعَل لَّهُ مِنْ أَمْرِهِ يُسْراً" الطلاق4

"Und wer Allah fürchtet, dem schafft Er in seiner Angelegenheit Erleichterung." (Qur'an 65: 4)

Die Früchte der Gottesfurcht (Taqwa), der Furcht vor Allah, sind unzählbar und von unschätzbarem Wert. Die größte Belohnung des gottesfürchtigen Muslim ist jedoch die Erlangung der Gnade und Barmherzigkeit Allahs am Jüngsten Tag und die Erlaubnis, das ewige Paradies betreten zu dürfen.

"إِنَّهُ مَن يَتَّقِ وَيِصْبِرْ فَإِنَّ اللّهَ لاَ يُضِيعُ أَجْرَ الْمُحْسِنِينَ"  يوسف90

"Gewiss, wer Gottesfürchtig und standhaft ist – gewiss, Allah lässt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen." (Qur'an 12: 90)

 

Muhammad S. Al-Almany

 

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