K Konvertierung

Nürnberg-Profi wechselt zum Islam

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Danny Blum (24) steht in einer Moschee im türkischen Belek. Er schließt die Augen, hält die Handflächen vor sich nach oben gerichtet. Er streicht sich die Hände durchs Gesicht, über den Oberkörper, dann kniet er nieder. Danny Blum betet. 



Seit Juli steht der Stürmer beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag. Wenige Wochen davor hat er schon mal die Seiten gewechselt: Blum ist zum Islam konvertiert.

 

Danny Blum im Dress des FCN

 

Blum zu BILD: „Der Islam gibt mir Halt und Kraft. Beten beruhigt meine Seele.“

 

 



Vor allem, wenn es nicht so läuft. Kurz nach seinem Wechsel verletzte er sich am Knie, fiel nach einem Knorpelschaden sechs Monate aus. „Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich bin jetzt viel gelassener, schaue trotzdem positiv nach vorne“, versichert der gebürtige Frankenthaler.

 

Das Beten in der Moschee folgt einem ganz bestimmten Ritual

 

Eigenschaften, die ihm früher fehlten. Blum ehrlich: „Ich war aufbrausend, sprunghaft und wusste nicht, wo ich hingehöre.“ Irgendwann saß er dann zu Hause und fragte sich, ob das alles richtig sei, was er da tut. „Ein Leben in Saus und Braus. Jedes Wochenende Alarm machen. Keine Verantwortung für irgendwas. Und was kommt eigentlich nach der Karriere?“

 

 

Blum war schnell klar: „So, wie ich lebe, kann das nicht alles sein.“

Mit Freunden sprach er über Religion, machte sich Gedanken über seinen Glauben, informierte sich über andere Wege – und landete beim Islam. „Ich habe eine Moschee besucht und mir ist sofort das Herz aufgegangen. Ich habe gespürt, das ist etwas für mich und wollte mehr darüber wissen.“

Er verschlang Bücher, durchkämmte das Internet – und entschied sich für diesen Weg.

 

Fünfmal täglich betet Blum zu Allah. Den neuen Glauben will er seinem Umfeld aber nicht aufdrängen Foto: Bernd Krause

 

Seitdem wird fünf Mal täglich gebetet, nur gegessen, was halal (arabisch: „erlaubt“) ist. Alkohol ist tabu. Blum: „Davor hatte ich ein wenig Angst. Wie läuft es wohl, wenn ich mal mit den Jungs weggehe? Doch ich habe gemerkt, dass ich viel besser auf Leute zugehen kann, ohne mir vorher die Hemmschwelle wegzutrinken.“

Als er sich seinen Eltern offenbarte, waren diese zunächst erschrocken. „Sie sind gläubige Christen. Doch schon bald haben sie gesagt, dass ich diesen Weg gehen muss, wenn ich glaube, dass es der richtige ist.“

Dass seine Freundin keine Muslima ist, macht ihm keine Probleme. „Sie muss das nicht. Der Islam ist eine friedliche Religion. Mein Glaube sagt: Zwinge nie jemanden zu etwas, was er nicht will. Wenn man glaubt, muss es freiwillig und von Herzen kommen!“

 

 

Ähnlich tolerant geht die Mannschaft mit ihm um. Blum: „Bis jetzt habe ich noch keinen blöden Spruch gehört deswegen. Aber selbst wenn, das würde mich nicht stören. Jeder hat seinen eigenen Glauben. Jeder geht seinen eigenen Weg. Und jeder soll dies auf seine Art und Weise machen.“

Quelle: Bild

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