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Geschichten einer gesegneten Familie (teil 2von 2): Der Prophet Johannes

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Jesus, Maria, Zacharias und sein Sohn Johannes sind alle Mitglieder derselben Familie, der Familie Imrans, die Nachkommen der Familie Davids sind.  Wir erfahren von Gottes eigenen Worten im Qur´an, dass sie rechtschaffen gewesen sind und Gott mit wahrer Ergebenheit gedient haben.




“Und (Wir leiteten) Zacharias, Johannes, Jesus und Elias; sie alle gehörten zu den Rechtschaffenen.” (Quran 6:85)

“...und gedenke Unseres Dieners David, des Kraftvollen.  Er war gehorsam.” (Quran 38:17)

“Und seine Mutter (Maria) war eine Wahrhaftige; …” (Quran 5:75)


Johannes ist der Prophet, der bei den Christen als “Johanns der Täufer” bekannt ist.  Allerdings sprechen weder der Qur´an noch die Überlieferungen des Propheten davon, ob Johannes taufte oder getauft worden war.   Johannes Mission bestand darin, die Kinder Israels daran zu erinnern, dass sie einst mit Gott einen Bund geschlossen hatten.  Er sprach die gleichen Worte, wie alle Propheten Gottes – betet den Einen Gott voller Ergebenheit an.

Ein Wunderkind


In ihrem hohen Alter, als alle Hoffnung darauf, ein Kind zu bekommen, vergangen war, gewährte Gott dem Propheten Zacharias und seiner Frau ein Wunderkind.  Einen Sohn, das erste Kind der Welt mit dem Namen Johannes.  Gott Selbst hat Johannes Namen ausgewählt.   

“Siehe, Allah verheißt dir Johannes, den Bestätiger eines Wortes von Allah, einen Vornehmen, einen Asketen und Propheten, einen von den Rechtschaffenen.” (Quran 3:39)


Wir wissen aus dem Qur´an, dass dem Propheten Johannes als Kind große Weisheit gegeben wurde und islamische Quellen sprechen von ihm als ruhiges, sanftes Kind, das es liebte, zu lernen und das gerne draußen bei den Tieren war.[1]  Johannes wuchs zu einem ergebenen und edlen Mann heran.  Es wird gesagt, dass er ein einfaches Leben in der Wildnis oder in der Wüste führte und seine Zeit damit verbrachte, zu beten und Gottes zu gedenken.   Er war erfüllt von Mitgefühl und Gnade für seine Nächsten und für die gesamte Menschheit.  Die Gelehrten des Islam haben gesagt, dass Johannes aus Furcht und Liebe zu Gott weinte und dass seine Tränen auf seinen Wangen Spuren hinterließen.

Johannes und Jesus

Johannes wurde von Gott Stärke und Kraft gegeben, und er war stark genug, um seine weltlichen Begierden zu kontrollieren.  Er arbeitete unermüdlich, rief die Menschen zu den Gesetzen der Thora zurück und bestätigte die Mission seines Cousins Jesus, des Gesandten Gottes.  Ein Teil der Mission des Johannes bestand darin, an die Botschaft von Jesus zu glauben und sie zu unterstützen: “...den Bestätiger eines Wortes von Allah, ...” (Quran 3:39).  Johannes spricht bei seinem Cousin vom “Geist Gottes”, und er tut dies, um Nachdruck auf die wunderbare Erschaffung des Propheten Jesus zu legen.


In den authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad (wie bei Sahieh Ahmad, Tirmidhi und anderen) gibt es Geschichten, die davon berichten, wie die Propheten Johannes und Jesus einander trafen und ihre Mission, die Kinder Israel auf den geraden Weg zurückzuführen, besprachen.  Der Prophet Muhammad erzählte uns, dass der Prophet Johannes die Kinder Israels versammelt hatte, und sie anflehte, doch die Gebote Gottes zu befolgen.  Keinen außer Gott anzubeten; zu beten; zu fasten; Almosen zu geben und ihre Zeit damit zu verbringen Gottes zu gedenken.


Gott hat dem Propheten Johannes einen besonderen Segen zukommen lassen. “Friede sei mit ihm am Tag als er geboren wurde, am Tag als er starb und an dem Tag, an dem er wieder zu Leben erweckt wird!”  Dies ist der größte Segen, der einem menschlichen Wesen gewährt werden kann.  Friede – Sicherheit, Geborgenheit, Zufriedenheit.  Dies ist das unvermeintliche Resultat, wenn wir der Rechtleitung folgen, die Gott uns gesandt hat.


Der Qur´an und die authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad enthüllen keine Details über Johannes Tod.  Wir wissen aber, dass er aufgrund seiner starken Beharrlichkeit darauf, dem Gesetz Gottes zu folgen, wie es in der Thora offenbart worden war, verschmäht und verfolgt worden war, und dies führte letztendlich zu seinem Tode.  Johannes´ Leben war eines voller Anstrengung und Strebens, aber er hielt unbeirrbar an der Religion Gottes (der Anbetung des Einen Gottes Allein) fest und starb für seinen Glauben.  

Die Familie Imrans ist ein Licht der Rechtleitung für die Menschheit.  Ihre Ergebenheit Gott gegenüber war unvergleichlich und ihre Art miteinander umzugehen dient uns als Erinnerung.  Alle Eltern sorgen sich eher um das jenseitige Leben als um die Freuden dieser Welt.  Jedes Kind respektiert und geht mit den Älteren und mit seinen Eltern mit der Zuneigung und Hingabe um, die Gott gebietet.  Die Mitglieder dieser gesegneten Familie dienten Gott mit wahrer Hingabe und stellte Seine Gesetze über alle anderen.  Und Gott sagte:



“Denen aber, die glauben und gute Werke tun, wird Er den vollen Lohn und noch mehr von Seiner Huld geben; die aber, die verschmähen und stolz sind, die wird Er schmerzlich bestrafen. Und außer Gott finden sie weder Freund noch Helfer.” (Quran 4:173)


Maria war eine der Wahrhaftigen, Jesus war das Wort Gottes.  Johannes war weder stolz noch ungehorsam und Zacharias lobpreiste seinen Herrn.  Zusammen bildeten diese Nachkommen des Propheten Davids die gesegnete Familie Imran, und sie sind ein Vorbild für die Menschheit.  Wenn wir uns anstrengen, wie sie sich angestrengt haben, wenn wir mit Gewissheit glauben, wie sie geglaubt haben, und wenn wir Gott mit voller Ergebenheit dienen, genau wie sie Gott gedient haben, dann mögen wir am Tag des Gerichts, bei der Gnade Gottes, zu den Rechtschaffenen gezählt werden.  

Von: Aisha Stacey
Übersetzer: Dr. Moulay Mohamed Ghembaza


Fußnoten:

[1] Ibn Kathier.

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