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Vermuteter Giftmord an Arafat bald aufgeklärt? - Weg zum Islam

Vermuteter Giftmord an Arafat bald aufgeklärt?

Arafat möglicherweise durch radioaktives Gift ermordet

Im November 2004 verstarb der ehemalige Palästinenserpräsident Arafat unter mysteriösen Umständen in dem pariser Mlitärkrankenhaus Percy, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält.


Damals konnten die Ärzte keine Todesursache angeben, doch nun besteht der Verdacht, dass die hochgiftige radioaktive Substanz Polonium im Spiel sein könnte.

Radioaktives Polonium nachgewiesen

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira strahlte vor wenigen Tagen eine Reportage aus, in der der Schweizer Experte  François Bochud sagte, dass die persönlichen Sachen Arafats eine erhebliche Konzentration des außerordentlich giftigen Poloniums-210 aufweisen.
Dieser radioaktive  Stoff sei nur «Leuten zugänglich, die sich für Atomwaffen  interessieren oder sie bauen» sagte Bochud in der Dokumentation.

Mit radioaktivem Polonium war 2006 der frühere russische Spion Alexander Litwinenko ermordet worden. Man hatte es ihm in London in einem Sushi-Restaurant in den Tee gemischt.

Polonium wurde auch auf Arafats Zahnbürste, in einem  Blutfleck seiner OP-Haube, in seinen Haaren, in seiner Kleidung, und in seiner legendären Kaffiyeh, dem "Palästinensertuch" nachgewiesen.
Polonium ist zwar auch in der Atmosphäre vorhanden, aber die natürlichen Konzentrationen sind so gering, daß sie sich kaum auf Oberflächen nachweisen lassen, da Plutionium eine Halbwertszeit von 138 Tagen hat. Das heißt, die Substanz baut sich alle 4,5 Monate um die Hälfte ab.
Die gefundene Konzentration war jedoch sehr hoch!

Selbst bei einer Vergiftung wie im Fall Litvinenko, hätte man demnach erwartet im Jahr 2012 nur noch einige Spuren in der Größenordnung weniger Millibecquerel zu finden.

Überraschenderweise konnte eine Konzentation die etwa 10 bis 25 Mal so hoch war, auf den persönlichen Gegenständen Arafats nachgewiesen werden.

"Ich kann bestätigen, dass wir eine unerklärlich hohe Menge an Polonium-210 in den persönlichen Gegenständen von Arafat gefunden haben", sagte Dr. Francois Bochud, der Direktor des "Institut de Radiophysique" gegenüber Al Dschasira.

Diese Mengen können eigentlich nur durch eine Spritze oder Infusion verabreicht worden sein.

Arafats Zahnbürste wies 54mBq auf, Urinspuren in seiner Unterwäsche sogar 180mBq, während bei einer Vergleichsperson nur 6.7mBq nachweisbar waren.
Das legt tatsächlich den Verdacht auf Mord nahe.



Exhumierung Arafats vorgesehen

Suha Arafat, die Witwe des Palästinenserpräsidenten, drängt nun darauf die Leiche ihres verstorbenen Ehemannes exhumieren zu lassen um den Verdacht der Polonium-Vergiftung zu erhärten.
Sie werde «umgehend einen offiziellen Brief  an das Schweizer Labor, das die Tests vorgenommen hat, schicken, um  die Entnahme von Proben aus dem Leichnam» Arafats zu genehmigen.
«Dies ist notwendig für die Untersuchung und für die Entdeckung der  vollen Wahrheit» sagte Suha Arafat.

Der Leiter der palästinensischen Untersuchungskommission zum Tod  Arafats ist Taufik Tirawi. Er sagte gegenüber AFP, dass Arafats Nachfolger  Mahmud Abbas einer Autopsie umgehend zustimmt, wenn es die Witwe Arafats und sein Neffe Nasser al-Kidwa wünschen.

Wenn in Proben aus Arafats Knochen ein entsprechend hoher Spiegel von Polonium-210 nachgewiesen wird, ist die Schlußfolgerung, daß er ermordet wurde mehr als naheliegend, sagte Dr. Francois Bochud.

Dem Täter auf der Spur

Selbst wenn eindeutig der Nachweis erbracht wird, dass Arafat mit radioaktivem Polonium ermordet wurde, ist natürlich noch nicht klar wer das Verbrechen begangen haben könnte.
Polonium ist nämlich ein chemisches Element was nur sehr schwer hergestellt werden kann.
Man braucht dafür einen Atomreaktor.
"Wer besitzt denn schon Polonium? Das sind doch nur fünf oder sechs Länder. Das ist ein geheimer, unsichtbarer Krieg", sagte Suha Arafat zu Al-Dschasira.
Die Forscher hoffen darauf aus der Untersuchung von Arafats Knochen Hinweise auf den Ursprung des Poloniums zu gewinnen.

Arafats letzter Wille

Arafat wollte gerne in Ost-Jerusalem, am Tempelberg in der Nähe der Al-Aqsa-Moschee, beerdigt werden.
Die israelische Regierung hatte ihm diesen letzten Wunsch versagt.

Yosef Lapid, der damalige israelische Justizminister kommentierte boshaft:

„In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“.

Deshalb wurde Arafat in Ramallah, wo er jahrelang unter Hausarrest stand, beigesetzt.

In den Al-Dschasira-Videos werden Laborergebnisse gezeigt, aus denen hervorgeht, dass Arafat bis kurz vor seinem Tod kerngesund war.


http://www.aljazeera.com/programmes/whatkilledarafat/2012/07/20127383653774794.html

 

 

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