Gewaltige Explosion in Libanon - Viele Tote und Tausende Verletzte

Gewaltige Explosion in Libanon

Eine gewaltige Explosion am Hafen von Beirut hat das Land erschüttert. Große Teile der Stadt sind zerstört. Es soll circa 100 Tote, viele Vermisste und mehr als 5.000 Verletzte geben. Mehrere Länder schicken derweil Unterstützung in das Land.


Das Wichtigste in Kürze

  • Am Hafen von Beirut hat es eine verheerende Explosion gegeben, große Teile der Stadt sind zerstört.
  • Die genaue Ursache ist noch unklar.
  • Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium gibt es mehr als 5.000 Verletzte und mindestens 137 Tote.
  • Auch Mitarbeiter der Deutschen Botschaft wurden verletzt.
  • Ort der Explosion waren Lagerhallen, in denen hochexplosive Materialien gelagert wurden.

Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut suchen Retter mit ausländischen Spezialteams in den Trümmern nach weiteren Opfern. Mehrere Länder schickten Rettungsmannschaften mit Spürhunden und Experten für die Bergung von Verschütteten.

Das Rote Kreuz teilte mit, dass die Zahl der mindestens 100 Toten und etwa 4.000 Verletzten wahrscheinlich weiter steigen werde. Viele Bewohner der Küstenstadt am Mittelmeer standen am Mittwoch unter Schock.

Noch viele Menschen in Beirut unter den Trümmern

Aus Sicherheitskreisen hieß es, es würden noch mindestens 100 Menschen vermisst. "Es liegen noch immer viele Menschen unter den Trümmern", sagte ein Offizieller, der ungenannt bleiben wollte. Die schweren Schäden machten viele Häuser unbewohnbar.

Zwischen 200.000 und 250.000 Menschen hätten ihre Unterkünfte verloren, sagte Gouverneur Marwan Abbud dem libanesischen Fernsehsender MTV. Sie würden mit Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften versorgt. Es seien Schäden in Höhe von drei bis fünf Milliarden US-Dollar entstanden - "möglicherweise mehr", sagte er der Nachrichtenagentur NNA zufolge.

 

Suche nach Vermissten über Instagram

Die Libanesen vernetzten sich unter anderem über ein Instagram-Konto für die Suche nach Vermissten. Mehr als 86.000 Nutzer abonnierten das Konto, über das Betroffene mit Fotos nach Hinweisen zu Freunden und Verwandten suchen können. Meist sind Telefonnummern hinterlegt.

"Ich erhalte 100 Nachrichten pro Minute", hieß es in einem Beitrag. Viele baten außerdem Schlafplätze über das Konto an. Mehrere deutsche Hilfsorganisationen richteten Spendenkonten für die Betroffenen ein.

Quelle: AFP, dpa, AP, ZDF

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