P Palästina

Angriffe der israelischen Armee im völkerrechtswidrig besetzten Gazastreifen

Israelische Armee tötet 6 Palästinenser im Gazastreifen

 



Bei einem Angriff der israelischen Armee im völkerrechtswidrig besetzten Gazastreifen sind nach Angaben des örtlichen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Palästinenser getötet worden. Unter ihnen sei auch ein Mitglied der regierenden Hamas, teilte ein Krankenhaus im Gazastreifen am Sonntag mit. Sechs weitere Palästinenser seien demnach verletzt worden.

Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen ereigneten sich die Tötungen in Chan Junis im Süden des Gazastreifens.

Laut Erklärung der Hamas ist eine Gruppe der Kassam-Brigaden von Personen in einem vorbeifahrenden Auto aus beschossen worden. Es habe sich dabei um in zivil gekleidete israelische Truppen gehandelt. Die Palästinenser hätte daraufhin die Verfolgung der Täter aufgenommen. Dies soll einen israelischen Luftangriff ausgelöst haben.

Die israelische Luftwaffe habe insgesamt 40 Geschosse in das Gebiet abgeworfen, berichteten Augenzeugen. Dabei seien weitere vier Menschen getötet worden. Die israelische Armee teilte lediglich mit, es habe eine „Operation" im Gazastreifen gegeben, bei dem es zu einem Schusswechsel gekommen sei.

Ein Sprecher der Hamas verurteilte den Angriff als „feige".

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kürzte angesichts der Entwicklungen einem Sprecher zufolge einen Paris-Besuch ab, um nach Hause zurückzukehren.

Seit Beginn der Demonstrationen in Gaza am 30. März wurden über 200 palästinensische Demonstranten durch israelische Soldaten getötet und Tausende verletzt – darunter Kinder, Sanitäter und Behinderte.

Die Palästinenser fordern ihr „Rückkehrrecht" zu ihren Häusern und Dörfern im historischen Palästina, aus denen sie 1948 von Zionisten vertrieben worden waren. Die Orte sind nach wie vor von Israel besetzt. Eine Entschädigung blieb bis heute aus.

Zudem fordern die Menschen in Palästina ein Ende der seit elf Jahren andauernden völkerrechtswidrigen israelisch-ägyptischen Absperrung des Gazastreifens, die die ohnehin kleine Wirtschaft der Küstenenklaven gänzlich stilllegte.



Die etwa zwei Millionen Einwohner leben heute in Armut und sind auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen. Viele haben ihre Häuser durch israelische Bombenangriffe verloren. Im Gazastreifen fehlt es an allem – egal ob Essen, Wasser oder Baumaterial.

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