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Jerusalem: Israel ermordet 3 Palästinenser und verletzt 400 - Weg zum Islam

Jerusalem: Israel ermordet 3 Palästinenser und verletzt 400

Nach einem Anschlag am Tempelberg in Jerusalem stellt Israel Metalldetektoren am Eingang zu der heiligen Stätte auf. Das versetzt die Palästinenser in Wut. Nach den Freitagsgebeten kommt es zu blutigen Unruhen. Mindestens drei Palästinenser wurden am Freitag bei Zusammenstößen mit israelischen Besatzungstruppen getötet und rund 400 weitere verletzt.


3 Tote und 400 Verletzte

In Ostjerusalem und im Westjordanland haben Tausende Palästinenser gegen die israelische Besatzung und dessen Sicherheitsmaßnahmen am al-Haram al-Sharif (Edles Heiligtum) demonstriert. Am Freitag, dem 14.07.2017, haben die israelischen Besetzungstruppen zum ersten Mal seit 50 Jahren die al-Aqsa-Moschee endgültig geschlossen.

Nach den Freitagsgebeten ermordeten die israelischen Besatzungssoldaten zwei Palästinenser. Rund 400 Palästinenser wurden zudem bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften in Jerusalem und im umliegenden Westjordanland verletzt. Mehrere der Verletzten seien noch in Lebensgefahr, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium zudem mit.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mussten sie in Krankenhäusern behandelt werden, weil sie von Hartgummigeschossen getroffen wurden oder Tränengas einatmeten. An Militärsperren der israelischen Besatzung bei Ramallah und Bethlehem kam es zu Unruhen. Nach palästinensischen Angaben setzte Israel Tränengas und Geschosse gegen die Demonstranten ein.

Die Palästinenser lehnen die Kontrollen durch Metalldetektoren ab und sehen ihre Aufstellung als Versuch Israels, die Kontrolle über die heilige Stätte auszuweiten.

Streitpunkt sind Metalldetektoren, die Israel nach einem tödlichen Anschlag am Tempelberg an Eingängen zu der heiligen Stätte aufgestellt hat.

Die Metalldetektoren, die Israel an Eingängen zu der heiligen Stätte aufgestellt hat.

Palästinenser reagieren mit Kontaktabbruch zu Israel

Anschließend tötete ein palästinensischer Attentäter in einer Siedlung im Westjordanland drei Israelis. Wegen des Konflikts brachen die Palästinenser sämtliche Kontakte zu Israel ab, wie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Abend nach einem Krisentreffen seiner Regierung sagte.
Abbas sagte, der Abbruch der Kontakte auf allen Ebenen gelte solange, bis die «Besatzungsmacht» Israel die Maßnahmen aufhebe.

Agenturen



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