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Unterdrückung der Muslime in China

Muslimische Gelehrte verurteilten Unterdrückung der Uiguren

 



Die Internationale Vereinigung muslimischer Gelehrter (IUMS) hat eine Presseerklärung zur Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China herausgegeben. Sie verurteilen die inhumane Behandlung der Uiguren.

Die Internationale Vereinigung muslimischer Gelehrter (IUMS) verurteilt in einer kürzlich herausgegebenen Erklärung die jahrelange Unterdrückung der Muslime in China. Vor allem in Ostturkestan soll die muslimische Minderheit der Uiguren systematisch unterdrückt werden. IUMS bewertet die aktuelle Lage als einen Eingriff in die Menschenrechte der Uiguren, da unter anderem ihre Religions- und Meinungsfreiheit eingeschränkt werde.

Uiguren sollen Religion aufgeben

Es würden systematische Versuche unternommen, die chinesischen Muslime dazu zu zwingen, ihre Religion aufzugeben. Millionen von Uiguren werden in Arbeitscamps zwangsinhaftiert, welche die chinesische Regierung als „Rehabilitationscamps“ bezeichnet. Nach Einschätzungen der UN vom August sollen es mehr als drei Millionen sein.

Dies geschehe mit der Absicht, sie von ihrer Religion, ihrem Glauben und ihrer Kultur fernzuhalten, so die IUMS. Der Zugang zu Moscheen und zu jedweder Form religiöser Bildung werde ihnen verboten und die Praktizierung ihrer Riten verwehrt.

Die Vereinigung weist auf den Ernst der Misshandlungen und Ungerechtigkeiten hin und verlangt im Hinblick auf diese Geschehnisse von der chinesischen Regierung die Entlassung der muslimischen Gefangenen aus den Konzentrationslagern und die Ermöglichung der Religionsfreiheit für alle Menschen. Die IUMS fordert auch die Gewährung der freien Religionsausübung, was unter anderem den Bau von Moscheen einschließt.

Die Gelehrten weisen außerdem auf die tiefverwurzelte Beziehungen zwischen China und der muslimischen Welt hin und mahnt die muslimische Gemeinschaft an diese weiterhin zu pflegen.

Steinmeier in China

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gestern bei seinem Staatsbesuch in China die Wichtigkeit der Menschenrechte hervorgehoben, welche vor 70 Jahren in einer Allgemeinen Erklärung verabschiedet wurden.

Diese seien „ein Glücksfall der Geschichte“ und das Fundament der internationalen Ordnung ebenso wie die Regeln der Vereinten Nationen. Die muslimischen Uiguren nannte der Bundespräsident zwar nicht namentlich, erklärte jedoch mit Blick auf die deutsche Geschichte der Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückungen:

„Das macht uns besonders sensibel und aufmerksam für das, was mit jenen geschieht, die nicht der herrschenden Meinung sind, die einer ethischen Minderheit angehören oder ihre Religion ausüben wollen.“ Deshalb sei man in Deutschland „besorgt und beunruhigt, wo immer persönliche Freiheiten eingeschränkt werden“.



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