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Dutzende Syrer fliehen in die Türkei

Aus Angst vor einer gewaltsamen Rache des Regimes nach dem tödlichen Angriff auf 120 syrische Sicherheitskräfte sind Dutzende Einwohner der Kleinstadt Dschisr al-Schugur in die benachbarte Türkei geflüchtet. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat indes Flüchtlingen aus Syrien versprochen, sie aufzunehmen. Gleichzeitig forderte er Präsident Baschar al-Assad erneut zu schnellen politischen Reformen auf.


Laut einer Nachricht der türkischen Tageszeitung "Zaman" sind 200 Bewohner der syrischen Ortschaft aus Furcht vor einem Racheangriff der Regierungstruppen über die Grenze geflohen. In ihrer Ortschaft waren rund 120 Angehörige der Sicherheitskräfte tot aufgefunden worden, so die Medienberichte.

Unterdessen hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Flüchtlingen aus Syrien eine offene Grenze versprochen. Berichte, wonach die visafreie Einreise von Syrern in die Türkei wegen des Konflikts ausgesetzt wurde, seien falsch, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Ankara.

 

Seit Beginn der Proteste im März haben sich nach Angaben des Außenministeriums in Ankara bereits mehr als 400 Syrer in der Türkei in Sicherheit gebracht. Die Ortschaft Dschisr al-Schugur liegt knapp 20 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

 

Ministerpräsident Tayyip Erdogan forderte zugleich den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf, Toleranz gegenüber seinen Landsleuten zu zeigen und ihren Wünschen entgegenzukommen. Die Menschen protestieren seit Monaten gegen das seit über 40 Jahren andauernde Regime.

 

Schätzungsweise wurden bei den mehr als drei Monaten andauernden Unruhen rund 1000 Menschen getötet.



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