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Fünf Moscheeanschläge am Wochenende

 


Unbekannte haben einen Brandanschlag auf die Yunus Emre Moschee in Kassel verübt. Vier weitere Moscheen wurden mit politischen Parolen beschmiert. Der Staatsschutz ermittelt.

Am Sonntagmorgen (ca. 5:30 Uhr) wurde die Yunus Emre Moschee auf der Bunsenstraße in Kassel Opfer eines islamfeindlichen Angriffes. Die Täter warfen insgesamt drei Brandsätze gegen das Gebäude, die allesamt nicht in das Innere gelangten sondern außerhalb zur Umsetzung kamen.

Es wurde ein Fenster beschädigt, am Fensterrahmen und der Außenfassade entstand ebenfalls Schaden durch Brandzehrung bzw. Rußverschmutzung. Die Schadenshöhe wird auf ca. 2000,- Euro geschätzt. Das Gelände ist mit einer Videokamera gesichert. Die Videoaufnahmen von der Tatnacht werden aktuell noch ausgewertet.

Die Pressestelle der Polizei Nordhessen-Kassel teilte IslamiQ auf Anfrage nun mit, dass die Polizei in allen Richtungen ermittle, jedoch eine politisch motivierten Tat Nahe liege und deshalb der Staatsschutz die Ermittlungen bereits aufgenommen habe und um Zeugenhinweise bittet.

Moscheen mit politischen Parolen beschmiert

In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte die DITIB Ulu Moschee in Amberg und die Mehmet Akif Moschee in München mit politischen Parolen beschmiert.

Die bisher Unbekannten Täter haben die Außenfassade der DITIB Ulu Moschee mit mehreren rote politische Parolen besprüht, unter anderem mit den Wörtern „YPG“, „ERDOĞAN=MÖRDER“ und „DEFEND AFRIN“. Die Mehmet Akif Moschee wurde mit dem Schriftzug „Safe Afrin“ markiert.

Auch die DITIB Hacı Bayram Moschee auf der Hauptstraße in Wanna-Eickel (NRW) wurde Opfer eines rechtsextremistischen Angriffs. Ein Unbekannter befestigte ein Blatt mit mehreren Hakenkreuze und der Aufschrift „Alle Ausländer raus aus Deutschland“ und „Heil Hitler“.

Die Polizei ermittelt. Zu dem wurde die Außenfassade des Indonesischen Weisheits- und Kulturzentrums in Berlin mit einem Hakenkreuz bemalt, wie die Gemeinde IslamiQ mitteilte.

40 Angriffe auf Moscheen und Kulturvereine

Die deutschen Polizeibehörden haben einem Bericht zufolge in diesem Jahr bislang 37 Angriffe mutmaßlicher prokurdischer Aktivisten auf Moscheen, Kulturvereine oder türkische Restaurants registriert. Dies berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Vergangenes Jahr waren es demnach insgesamt 13 solcher Übergriffe. (dpa)



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