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Moschee verzichtet auf Fest und gibt Kirche den Vorrang

Moschee verzichtet auf Fest und gibt Kirche den Vorrang

 


In Wuppertal verlegt eine Moscheegemeinde ihr geplantes Frühlingsfest, um einer Kirchengemeinde ein ungestörtes Osterfest zu ermöglichen.

In Wuppertal verlegt die Moscheegemeinde Yunus Emre Camii ihr geplantes Frühlingsfest auf dem Laurentiusplatz auf einen anderen Ort, um das Osterfest der Kirche Laurentiusgemeinde nicht zu stören, wie die Westdeutsche Zeitung berichtete.

In der Pressemitteilung der Moscheegemeinde, die der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Yunus Emre Camii Müslüm Şen: „Die Laurentiuskirche sollte an Ostern den Laurentiusplatz selbstverständlich ungestört und uneingeschränkt nutzen können. Wir werden unser Frühlingsfest an einem anderen Ort veranstalten.“.

Zuvor habe sich die Kirchengemeinde beschwert durch das Frühlingsfest der Moscheegemeinde bei ihren Osterzeremonien gestört zu werden. Innerhalb der Stadt kam es zu hitzigen Diskussionen darüber. „Wir haben erfahren, dass es bei der Nutzung des städtischen Laurentiusplatzes zu Überschneidungen gekommen ist. Durch eine Medienanfrage haben wir erfahren, dass dort die katholische Laurentiuskirche unter anderem das Osterfeuer machen will. Die Laurentiuskirche sollte am wichtigsten Fest der Christen diesen Platz selbstverständlich ungestört und uneingeschränkt nutzen können. Deshalb geben wir der Kirche gerne den Vorzug“, so Şen weiter.

Die Stadt Wuppertal begrüßt die Entscheidung der Moscheegemeinde und kündigt an sie bei der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort zu unterstützen.

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