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KRM kritisiert Schließung der Al-Aqsa-Moschee

Der KRM kritisiert die Schließung der Al-Aqsa-Moschee durch israelische Sicherheitskräfte in Folge von politischen Spannungen in Jerusalem.


In einer aktuellen Pressemitteilung bezieht der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) kritisch Stellung zu der Schließung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem durch israelische Sicherheitskräfte. Seit 1969 seien muslimische Betende das erste Mal aus der Al-Aqsa-Moschee ausgeschlossen, die eines der wichtigsten islamischen Heiligtümer darstellt.

„Die Schließung verstößt gegen das universelle Menschenrecht der ungehinderten Religionsausübung und gegen internationales Recht, was auch regelt, dass die Muslime für die Verwaltung innerhalb der Heiligen Stätte zuständig sind.

Deshalb verurteilen wir dies und befürchten darin eine weitere Eskalationsstufe, die weder der Sicherheit der Palästinenser und Israelis noch dem Frieden in dieser Region dient“, heißt es in der Stellungnahme.

Regierungen und Religionsgemeinschaften müssen Frieden stiften

Die islamischen Religionsgemeinschaften appellieren nun an die Welt- und Staatengemeinschaft zur Deeskalation des Konfliktes beizutragen und fordern die Aufhebung des Gebets- und Predigtverbotes in der Al-Aqsa-Moschee. Denn es trage nicht zum Frieden in dieser Region bei. „Es muss vor allem alles getan werden, dass der Konflikt nicht weiter religiös aufgeladen wird“, so der KRM.

Besonders Vertreter der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam seien dazu angehalten, sich für den Frieden und der Verständigung im Nahen Osten einzusetzen. Eine Feindschaft zwischen Juden und Muslimen sei nicht im Sinne dieser Religionen, die denselben Ursprung haben.

Eskalation in Jerusalem

Seit einer Schießerei am vergangenen Freitag, bei denen israelischen Medienberichten zur Folge zwei israelische Polizisten starben, kam es wieder zu starken Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis in Jerusalem. Israel hatte als Reaktion die Freitagsgebete auf dem Tempelberg untersagt sowie die Heilige Stätte für mehrere Tage abgeriegelt. Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah rief laut Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ die internationale Gemeinschaft sowie die arabische Welt am Dienstag dazu auf, Israels Besatzungsmaßnahmen zu stoppen, „die im Widerspruch zu allen Gesetzen, Abkommen und internationalen Chartas stehen“.

Die bei der schrittweisen Wiedereröffnung verstärkten Sicherheitsmaßnahmen sorgen seither für scharfe Kritik auf arabischer Seite. Die islamische Wakf-Behörde sowie Vertreter der Palästinenserregierung, Jordaniens und weiterer arabischer Länder kritisierten die Maßnahme als Verletzung des geltenden Status Quo.

(KNA/iQ)

 



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