W Wunder des Propheten

Kenntnis des Verborgenen

Kenntnis des Verborgenen

 


Keine Geheimnisse

Als die Quraisch eine Delegationen zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, entsandte, um ihre Leute aus der Kriegsgefangenschaft nach der Schlacht von Badr freizukaufen, geschah es, dass jede Schar ihre eigenen Leute nach einer vereinbarten Summe frei kaufte.

Al-'Abbas45 war ebenfalls unter den Kriegsgefangenen und sagte:

"O Gesandter Allahs, ich war Muslim!"

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, erwiderte:

"Allah weiß es besser über deinen Islam. Wenn das, was du sagst, wahr ist, so wird Allah dich dafür belohnen. Dein Äußeres aber ist uns maßgebend, so kaufe dich mit den beiden Söhnen deines Bruders frei!" Al-Abbas sagte:

„Ich habe nichts, um zu zahlen!“

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte zu ihm:

"Und wo ist der Schatz, den du mit Umm Al-Fadl vergraben hast und ihr dabei sagtest: »Wenn mich ein Unheil auf dieser meiner Reise trifft, so ist der Schatz, den ich vergraben hatte für meine Söhne Al-Fadl, Abdullah und Qutam.«"

Al-Abbas sagte:



"Bei Allah, o Gesandter Allahs, ich weiß genau, dass du der Gesandte Allahs bist, und über diese Sache weiß keiner außer Mir und Umm Al-Fadl."[46]

Und Anas Ibn Malik berichtete: "Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm verrichtete mit uns das Gebet, bestieg das Podest[47] sprach dann vom Gebet und von der Verbeugung[48] und sagte anschließend:

»Wahrlich, ich sehe euch hinter meinem Rücken, wie ich euch jetzt sehe.«"[49]

In einer anderen Überlieferung sagte Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm:

"Als Abdullah Ihn Salam von der Ankunft des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, in Al-Madina hörte, kam er zu ihm und sagte: »Ich werde dich über drei Dinge befragen, die niemand außer einem Propheten weiß: Was ist das erste Vorzeichen der Stunde, was wird die erste Mahlzeit sein, die die Bewohner des Paradieses einnehmen werden, und wodurch ähnelt ein Kind seinem Vater, und wodurch ähnelt es seinen Onkeln mütterlicherseits?«

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Gabriel gab mir vor kurzem darüber Bescheid.« Abdullah sagte darauf:

»Dieser[50] ist unter allen Engeln ein Feind der Juden!«

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was das erste Vorzeichen der Stunde angeht, so ist dies ein Feuer, das die Menschen von Osten nach Westen zusammentreiben wird. Was aber die erste Mahlzeit angeht, die die Bewohner des Paradieses einnehmen werden, so wird diese ein gutes Stück Fischleber sein. Was die Ähnlichkeit bei einem Kind angeht, so ist diese wie folgt zu begründen: Wenn der Mann mit der Frau Geschlechtsverkehr hat, und er mit seinem Höhepunkt ihr zuvorkommt, dann ist die Ähnlichkeit nach ihm; wenn aber ihr Höhepunkt zuerst da ist, dann ist die Ähnlichkeit nach ihr.« 'Abdullah sagte:

»Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allahs bist.«

Und er fuhr gleich fort:

»O Gesandter Allahs, die Juden sind wahrlich ein Volk der Lüge! Wenn sie von meinem Übertritt zum Islam erfahren, bevor du sie über mich befragst, dann werden sie über mich Lügenerzählen.«

Kurz darauf kamen die Juden und 'Abdullah ging ins Haus. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was für ein Mensch unter euch ist 'Abdullah Ihn Salam?«

Sie erwiderten:

»Er ist der Gelehrteste und Sohn des Gelehrtesten unter uns. Er ist aber auch der Kundigste und Sohn des Kundigsten unter uns!«

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was meint ihr, wenn er den Islam annähme?« Die Juden sagten:  »Möge Allah ihn davor bewahren!«

Da kam 'Abdullah aus dem Haus und trat ihnen entgegen, indem er sagte:

»Ashadu alla ilaha illa-llah, wa 'ashadu anna Muhammad rasulu-llah.«[51]

Die Juden entgegneten:

»Er ist der Schlechteste unter uns und Sohn des Schlechtesten unter uns.«

Und sie fuhren fort, übel von ihm zu sprechen."[52]

Die Sklaven sagten die Wahrheit

Kurz vor Beginn der Schlacht von Badr brachen die Muslime von Dafran auf, überquerten die "Asafir-Pässe, kamen zu einem Ort namens Dabba, ließen Hannan, eine berghohe Sanddüne, zur Rechten liegen und lagerten schließlich in der Nähe von Badr. Am Abend schickte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, Az-Zubair und Sa'd Ibn Abi Waqqas mit einigen anderen Männern als Kundschafter zum Brunnen von Badr. Sie trafen dort an der Tränke eine Kamelherde der Quraisch und zwei ihrer Sklaven. Sie nahmen diese beiden mit zurück zum Lager und fragten sie aus, während der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sein Gebet verrichtete. Zuerst behaupteten die beiden, die Quraisch hätten sie zum Brunnen geschickt, um Wasser für sie zu holen.

Den Muslimen missfiel diese Auskunft jedoch, da sie wünschten, die beiden möchten zur Karawane des Abu Sufyan gehören. Sie prügelten sie deshalb heftig, bis sie sich dazu bekannten. Dann erst ließ man von ihnen ab. Der Prophet aber sprach, nachdem er sich im Gebet gebeugt und zweimal niedergeworfen hatte:

»Als die beiden euch die Wahrheit sagten, habt ihr sie geschlagen, und als sie logen, habt ihr von ihnen abgelassen. Sie haben die Wahrheit gesagt und gehören wirklich zum Heer der Quraisch.«

Dann bat er selbst die beiden, ihm zu erzählen, wo sich die Quraisch befänden.

»Sie sind hinter der Sanddüne, die du dort am äußersten Rand des Tals siehst«, erhielt er zur Antwort. Die Sanddüne hieß 'Aqanqal. Dann fragte er sie weiter:

»Wie viele sind sie?«

»Viele.«

»Was ist ihre Zahl?« »Wir wissen es nicht.«

»Wie viele Tiere schlachten sie täglich?« »Manchmal neun, manchmal zehn«, antworteten sie.

»Dann sind es zwischen neunhundert und tausend. Welche Edlen sind unter ihnen?«, fragte der Prophet (a.s.s.). Die beiden zählten sie auf. Da wandte sich der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, seinen Gefährten zu und sprach: »Dieses Makka hat seine Herzstücke gegen euch gesandt!«[53]

 

Information vom Himmel

'Umair Ibn Wahb Al-Gumahyy wurde von den Gefährten des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, deshalb als einen Teufel bezeichnet, weil er zu den bittersten Gegnern des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, war. Und umsomehr war 'Umair deshalb verbittert, weil sein Sohn Wahb als Kriegsgefangener in die Hände der Muslime bei der Schlacht von Badr fiel.

Eines Tages saß 'Umair mit seinem Freund Safwan und erzählte ihm von seiner tiefen Trauer wegen dem Schicksal seines Sohnes und der vielen Gefallenen, so dass Safwan ihm sagte:

"Das Leben hat wahrlich nach ihnen keinen Sinn mehr."

'Umair sagte zu ihm:

"Bei Allah, was du sagst ist die Wahrheit; und wenn ich keine Schulden hätte, die ich begleichen muss, aber auch keine Kinder besäße, für die ich einen Niedergang nach meinem Ableben fürchte, würde ich sofort zu Muhammad reiten und ihn umbringen; denn ich habe einen Grund dafür solange mein Sohn bei ihnen in Gefangenschaft ist."

Safwan fand bei dieser Äußerung eine günstige Gelegenheit, um einen Plan gegen den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu schmieden. Safwan sagte:

"Was deine Schulden angeht, so werde ich diese für dich begleichen, und was deine Kinder angeht, so werden sie zusammen mit meinen eigenen Kindern gedeihen; ich werde sie gut versorgen solange sie am Leben sind, und an allem Guten, was mir zuteilwerden wird, werden sie teilhaben."

'Umair erwiderte:

"Also halte das im Geheimen, was zwischen dir und mir abgemacht ist."

Unmittelbar danach machte sich 'Umair auf den Weg nach Al-Madina, und als er dort ankam sah ihn 'Umar Ibn Al-khattab, wie er mit einem umgehängten Schwert sein Kamel vor der Moscheetür niederknieen ließ. Da rief Umar sofort laut:

"Dieser Hund, dieser Feind Allahs, ist bei Allah hierhergekommen, um eine Übeltat zu begehen Ansehließend ging 'Umar zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, in die Moschee und sagte:

"O Prophet Allahs, siehe, der Feind Allahs 'Umair Ibn Wahb kam mit einem umgehängten Schwert." Der Prophet sagte: "Laß ihn zu mir hereinl"

Darauf ging 'Umar hinaus, zog 'Umair von dem Hängeriemen seines Schwertes gedruckt an seinem Hals und rief einige Männer aus den Al-Ansar auf, sie sollen sich zum Gesandten Allahs begeben, dort hinsetzen und aufpassen, dass ihm durch die Hand dieses heimtückischen Menschen kein Übel zustößt; denn er sei ein gefährlicher Mensch für ihn. Und so kamen alle in die Moschee hinein. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, 'Umair sah, befahl 'Umar, ihn loszulassen. Als 'Umair sich in die Nähe des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, begab sagte er zu ihm:

„Was hat dich zu uns hierher bewogen, o 'Umair?“

'Umair erwiderte:

"Ich bin wegen dem Gefangenen gekommen, der sich in euren Händen befindet, ich meine meinen Sohn, so sei gütig zu ihm!" Der Prophet (a.s.s.) sagte:

"Und wofür ist dieses Schwert, das um deinen Hals hängt?"

'Umair sagte:

"Es sind verabscheuenswerte Dinge, diese Schwerte; Allah möge sie vernichten; ob sie uns genützt hätte!"

Der Prophet (a.s.s.) sagte:

"Sprich die Wahrheit! Warum bist du hierhergekommen?"

Er sagte:

"Nur deswegen!"

Darauf sagte der Prophet (a.s.s.) zu ihm: "Nein! Du hast in Wirklichkeit mit Safwan ibn Umaiyya in AI-Higr gesessen und euch über die Gefallenen von Quraisch unterhalten. Dann erzähltest du ihm, dass - wenn du keine Schulden und Kinder hättest - wärst du hierher zu mir gekommen, um mich zu töten; und somit übernahm Safwan deine Schulden und sorgte für deine Kinder, damit du mich tötest, und Allah wird dich daran hindern!"

'Umair sagte:

"Ich bezeuge, dass du wahrlich der Gesandte Allahs bist! O Gesandter Allahs, wir haben dich der Lüge bezichtigt, als du Kunde und Offenbarung vom Himmel brachtest; und bei dieser Angelegenheit gab es bei Allah keinen anderen Menschen außer mir und Safwan. Bei Allah, ich weiß, dass diese Kunde nur durch Allah möglich ist. Also alles Lob gebührt Allah, Der mich zum Islam rechtgeleitet hat, und mich zu dir auf diese Art und Weise geführt hat!"

Anschließend sprach Umair das Wort der Wahrheit, das Glaubensbekenntnis, die Schahada, und der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte zu seinen Gefährten:

"Belehrt euren Bruder über seinen Glauben, bringt ihm die Lesung des Qur'an bei und lasset seinen Sohn frei!"[54]

 

Der Jude Zaid Ibn Lusait

Unter den jüdischen Rabbiner, die sich in heuchlerischer Weise mit den Muslimen zum Islam bekannten, war auch Zaid Ibn Lusait. Er war es, der, als sich das Kamel des Propheten einmal verirrte, sprach:

"Muhammad behauptet, er erhielte himmlische Botschaft. Dabei weiß er nicht einmal, wo sein Kamel ist!“

Der Prophet (a.s.s.) erfuhr von diesen Worten und sprach, nachdem Allah ihm gezeigt hatte, wo sein Kamel war:

„Ich weiß nur, was Allah mich wissen lässt. Er hat mir gezeigt, wo es ist, nämlich in dem und dem Tal, und es hat sich mit seinem Halfter an einem Baum verfangen.“

Sogleich machten sich einige Muslime auf den Weg und fanden das Kamel so, wie der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, es beschrieben hatte. [55]


Fußnoten

[45] Onkel des Propheten

[46] Bas

[47] arab.: Mimbar

[48] arab.: Ruku’

[49] Bu

[50] d.h. Gabriel

[51] Ich bezeuge, dass kein Gott da ist außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

[52] Bu

[53] vgl. Ibn Ishaq

[54] Sal

[55] Rtt 

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