F Fragen zum Fasten

Sie haben schwierige Jobs, wie z. B. das Einschmelzen von Metall

Frage:


MetalWie lautet der Rechtspruch entsprechend der islamischen Scharī`ah für Arbeiter, die anstrengende Jobs haben, insbesondere im Sommer. Als Beispiel kann man diejenigen nennen, die Metalle einschmelzen. Ist es ihnen gestattet, den Ramadān nicht zu fasten?


Antwort:

Alles Lob gebührt Allāh.

Der Ramadān ist eine Pflicht für jeden, der das Alter der Verantwortlichkeit erreicht hat, und es ist eine der Säulen des Islams. Jeder Rechenschaftspflichtige muss sich daher um das Fasten bemühen, um seine Verpflichtung zu erfüllen, die Allāh ihm auferlegt hat, in der Hoffnung auf Seine Belohnung und aus Furcht vor Seiner Strafe, ohne aber die erlaubten Verdienste dieser Welt zu vergessen und ohne diese Welt dem Jenseits vorzuziehen. Gibt es einen Konflikt zwischen den durch Allāh anbefohlenen gottesdienstlichen Handlungen und der Arbeit um den Lebensverdienst in dieser Welt, dann muss der Mensch einen Mittelweg finden, sodass er in der Lage ist, beides zu tun.

In dem in der Frage erwähnten Beispiel sollte er die Nacht zur Zeit seiner Arbeit machen, um seinen Lebensunterhalt in dieser Welt zu erwirtschaften, und wenn das nicht möglich ist, dann sollte er sich während des Ramadān von seiner Arbeit beurlauben lassen, selbst wenn es ohne Bezahlung sein sollte. Ist auch das nicht möglich, dann sollte er sich nach einer anderen Arbeit umsehen, bei der er beide Pflichten erfüllen kann.

Seine weltlichen Interessen sollten seine jenseitigen Interessen nicht beeinträchtigen. Es gibt viele Berufe und die Wege, den Lebensunterhalt zu verdienen, sind nicht auf diese schwierige Arbeit beschränkt. Mit Allāhs Erlaubnis wird der Muslim immer erlaubte Arten des Verdienstes finden, die es ihm ermöglichen, die von Allāh befohlenen gottesdienstlichen Handlungen ebenfalls zu verrichten. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „…Und wer Allāh fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg (aus der Schwierigkeit) und gewährt ihm Versorgung, von wo (aus) er damit nicht rechnet. Und wer sich auf Allāh verlässt, dem ist Er seine Genüge. Allāh wird gewiss (die Durchführung) seine(r) Angelegenheit erreichen. Allāh legt ja für alles ein Maß fest.“ (65:2-3).

Wenn wir annehmen, dass er keine andere als die erwähnte Arbeit finden kann, welche ihm Schwierigkeiten verursacht, dann sollte er um seiner Religion willen das Land verlassen und in ein anderes Land gehen, in dem es ihm leicht fällt, sowohl seine religiösen als auch seine weltlichen Pflichten zu erfüllen, und wo er mit anderen Muslimen in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit zusammenarbeiten kann. Denn die Erde Allāhs ist weiträumig. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung):

„Wer auf Allāhs Weg auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand finden. …“ (4:100)

„Sag (oh Muhammad): O meine Diener, die ihr gläubig seid (in Bezug auf die Einheit Allāhs, den islamischen Monotheismus), fürchtet euren Herrn. Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es hier im Diesseits Gutes. Und Allāhs Erde ist weit (wenn ihr Allāh also an einem Ort nicht dienen könnt, dann geht zu einem anderen). Gewiss, den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.“ (39:10).

Doch wenn er nichts davon tun kann und er gezwungen ist, die Art schwieriger Arbeit zu verrichten, wie sie in der Frage genannt wird, dann sollte er fasten, bis er spürt, dass er das Fasten nicht mehr ertragen kann, und dann soviel essen und trinken wie nötig ist, um ihn auf den Beinen zu halten. Danach sollte er sich des Essens und Trinkens wieder enthalten. Außerdem muss er die verpassten Fastentage nachholen, wenn es einfach ist zu fasten.

Und Allāh ist die Quelle der Stärke. Möge Allāh Frieden und Segen auf unseren Propheten Muhammad und seine Familie und die Gefährten senden.

 

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