I I’tikâf

Der I´tikâf (sich Zurückziehen in die Gebetsstätte) im Islâm

Der I´tikâf (sich Zurückziehen in die Gebetsstätte) im IslâmAllâh, der Erhabene, sagt: „Und Wir verpflichteten Ibrâhîm und Ismâ'îl: „Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht zurückziehen und die sich (vor Allâh) verbeugen und niederwerfen.“ (Sûra 2:125)

Und Er, der Erhabene, sagt auch: „Und verkehrt nicht mit ihnen, während ihr euch (zur Andacht) in die Gebetsstätten zurückgezogen habt! Dies sind Allâhs Grenzen, so kommt ihnen nicht zu nahe! So macht Allâh den Menschen Seine Zeichen klar, auf dass sie gottesfürchtig werden mögen.“ (Sûra 2:187)

Von ´Abdullâh ibn ´Umar – Allahs Wohlgefallen auf ihm -  wird überliefert, dass er sagte: „Der Gesandte Allâhs – Friede und Segen seien auf ihm- pflegte in den letzten zehn Tagen des Ramadân den I´tikâf zu vollziehen.“ Überliefert von Al-Buchârî und dem Imâm Muslim.

Von ´Âischa – Allahs Wohlgefallen auf ihr - wurde überliefert, dass der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm- die letzten zehn Tage des Ramadân im I´tikâf zu verbringen pflegte, bis ihn Allâh sterben ließ. Daraufhin vollzogen seine Ehefrauen nach ihm den I´tikâf. Überliefert von Al-Buchârî und dem Imâm Muslim.

Zusammenfassung:

1. Den I´tikâf gab es auch schon in den früheren Religionen.

2. Der I´tikâf gehört zum Islâm und ist eine starke Sunna. Es ist eine sehr wichtige Anbetungshandlung, mit der man sich Allâh, dem Erhabenen, nähert. Daher war der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm- auch so bedacht auf seine Durchführung. Az-Zuhrî sagte: „Wie seltsam die Muslime doch sind! Sie unterlassen den I´tikâf, obwohl der Prophet  – Friede und Segen seien auf ihm- ihn nie unterließ, seitdem er sich Al-Madîna niedergelassen hatte. Jedes Jahr tat er dies in den letzten zehn Tagen, bis ihn Allâh, der Erhabene, sterben ließ.“

Von ´Atâ Al-Churâsânî  ist überliefert: „Man sagte: „Wer den I´tikâf vollzieht, ist wie jemand, der sich selbst vor seinen Herrn wirft und dann sagt: 'Mein Herr, ich gebe nicht auf, bis Du mir verzeihst! Mein Herr, ich gebe nicht auf, bis Du mir verzeihst!'“

3. Der I´tikâf findet nur in der Moschee statt, auch wenn es nicht in einer Gruppe vollzogen wird. Der Gang zum Freitagsgebet stellt dabei keine Unterbrechung des I`tikâf dar, vielmehr ist es erlaubt, sich vorzeitig zum Platze des Freitagsgebets zu begeben.

4. Wer von dem Gebet in der Gemeinschaft befreit ist, darf auch in solchen Moscheen beten, in denen kein Gemeinschaftsgebet verrichtet wird, wie Moscheen in verlassenen Gegenden, auf dem Marktplatz, auf den Feldern usw.

5. Der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm- pflegte den I´tikâf in den letzten Tagen des Ramadân zu verrichten. Genauso verhielt es sich mit seinen Ehefrauen – Allahs Wohlgefallen auf ihnen -. Das Erleben der Lailat Al-Qadr gehört dabei zu den Höhepunkten des I´tikâf.

6. Während des I´tikâf ist es nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr zu haben. Tut man dies, wird der I´tikâf ungültig. Allerdings muss man weder eine Sühne leisten, noch etwas nachholen. Von Ibn Abbâs – Allahs Wohlgefallen auf ihm - ist überliefert, dass er sagte: „Wenn derjenige, der sich im I´tikâf befindet, Geschlechtsverkehr hat, wird sein I´tikâf ungültig und er beginnt ihn (den I'tikâf) von neuem.“

7. Wenn man aus Vergesslichkeit mit seiner Ehefrau schläft, so wird der I'tikâr dadurch nicht ungültig. Auch das Fasten ist in diesem Fall gültig.


 

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