R Regeln zum Festtag

6 Dinge (Sunan), die Du am Tag von Eid-ul-Fitr tun solltest

 



Zu den Sunan, welchen der Muslim im ‘Iid nachgehen soll, gehört folgendes:

1. Sich zu waschen bevor man zum Gebet geht:

Im Werk „Al-Muwatta`“ und anderen wurde authentisch überliefert, dass ‘Abdullah ibn ‘Umar pflegte sich in ‘Iid Al-Fitr (das Fest des Fastenbrechens) zu waschen, bevor er zum Gebetsplatz ging. Aus „Al-Muwatta`“ (428).

An-Nawawi, möge Allah ihm barmherzig sein, erwähnte die Übereinstimmung der Gelehrten, dass es erwünscht (mustahabb) sei sich vor dem ‘Iid-Gebet zu waschen.

Die Bedeutung darüber, aus welchem Grund man sich zum Freitagsgebet und anderen allgemeinen Versammlungen wäscht, ist auch im ‘Iid vorhanden. Wahrscheinlich ist sie im ‘Iid sogar hervorgehobener.

2. Etwas vor Gebet essen

Beim ‘Iid Al-Fitr zu essen bevor man (zum Gebet) hinausgeht und beim ‘Iid Al-Adha (Opferfest) zu essen, nachdem man gebetet hat:

Zu den Anstandsregeln gehört, dass man zum ‘Iid Al-Fitr erst zum Gebet geht, nachdem man einige trockene Datteln gegessen hat, denn Al-Bukhari überlieferte von Anas ibn Malik, dass er sagte:

„Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte erst zum ‘Iid Al-Fitr hinauszugehen, nachdem er trockene Datteln gegessen hat. Und er aß sie in ungerader Anzahl.“ Überliefert von Al-Bukhari (953).

Dies wurde erwünscht, bevor man aus dem Haus geht, um das Verbot, an diesem Tag, zu fasten zu verdeutlichen. Und um zu verkünden, dass man das Fasten brechen soll und dass das Fasten vorbei ist.

 



Ibn Hajar, möge Allah ihm barmherzig sein, begründete dies damit, da man dadurch die Mittel mehr zu fasten verhindert, und dazu eilt Allahs Befehl nachzukommen. Aus Fath Al-Baari (446/2).

 

Und wer keine Datteln findet, der soll das Fasten mit irgendetwas Erlaubtem brechen.

 

Und was ‘Iid Al-Adha angeht, so ist es erwünscht, dass man erst isst, wenn man vom Gebet zurückkehrt. Man soll von seinem Schlachtopfer essen, wenn man eins hat, und wenn man keins hat, so ist es kein Problem wenn man vor dem Gebet isst.

 

3. Der Takbir (Allahu Akbar sagen) im ‘Iid:

Dies gehört zu den gewaltigen Sunan im ‘Iid. Allah, erhaben sei Er, sagt:

„Damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür dass Er euch rechtgeleitet hat, auf dass ihr dankbar sein möget.“ [Al-Baqara 2:185]

 

Al-Walid ibn Muslim sagte: „Ich fragte Al-Auzaa’i und Maalik ibn Anas darüber, ob es erlaubt sei in den Tagen des ‘Iid, den Takbir laut auszusprechen. Sie antworteten: „Ja, ´Abdullah ibn ´Umar pflegte dies in ‘Iid Al-Fitr laut auszusprechen, bis der Imam hinauskam.““

 

Von Abu ´Abdirrahman As-Sulami wurde überliefert, dass er sagte: „Im ‘Iid Al-Fitr waren sie noch intensiver als im ‘Iid Al-Fitr.“ Waki‘ sagte: „Gemeint ist der Takbir.“ Siehe „Irwaa` Al-Ghaliil“ (122/3).

 

Ad-Daaraqutni und andere überlieferten, dass Ibn ´Umar pflegte, wenn der Morgen des ‘Iid Al-Fitr, oder des ‘Iid Al-Adha, antraf, sich beim Takbir anzustrengen, bis er zum Gebetsplatz kam. Hierauf sprach er den Takbir aus, bis der Imam herauskam.

Ibn Abi Schaiba überlieferte von Az-Zuhri, mit einer authentischen Überlieferungskette, dass er sagte: „Die Leute pflegten im ‘Iid den Takbir auszusprechen, zu der Zeit, als sie ihre Häuser verließen, bis sie zum Gebetsplatz kamen, und bis der Imam hinauskam. Wenn dann der Imam hinauskam, wurden sie still, und wenn er den Takbir aussprach, sprachen sie ihn auch aus.“ Siehe „Irwaa` Al-Ghalil“ (121/2).

 

Der Takbir war, von da an, wo man das Haus verlässt, zum Gebetsplatz läuft und bis der Imam eintritt, eine sehr bekannte Sache unter den Altvorderen. Eine Gruppe von Autoren, unter anderem Ibn Abi Schaiba, ´Abdurrazzaaq und Al-Faryaabi in „Ahkaam Al-´Iidain“ überlieferten von einer Gruppe von Altvorderen, unter anderem von Naafi‘ ibn Jubair, dass er den Takbir aussprach und sich über jene Leute wunderte, die es nicht taten, so dass er sagte: „Spricht ihr etwa keinen Takbir aus?“

 

Ibn Schihaab Az-Zuhri, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte: „Die Leute pflegten den Takbir auszusprechen, von da an wo sie ihre Häuser verließen, bis der Imam kam.“

Die Zeit des Takbirs, In ‘Iid Al-Fitr, beginnt mit der Nacht des ‘Iids, bis der Imam zum ‘Iid-Gebet eintritt.

Was ‘Iid Al-Adha betrifft, so beginnt die Zeit des Takbirs vom 1. Dhul Hijjah bis zum Sonnenuntergang des letzten Taschriq-Tages.

Die Art und Weise des Takbirs:

Im „Musannaf“ von Ibn Abi Schaiba wurde, mit einer authentischer Überlieferungskette, von Ibn Mas’ud, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überliefert, dass er pflegte an den Taschriq-Tagen den Takbir folgendermaßen auszusprechen: „Allahu Akbar Allahu Akbar La ilaha illa Allah Wallahu Akbar Allahu Akbar wa Lillahil Hamd (Allah ist größer, Allah ist größer! Niemand ist würdig angebetet zu werden, außer Allah! Allah ist größer, Allah ist größer und Allah gebührt der Lob!).“ Ibn Abi Schaiba überlieferte dies noch einmal, mit derselben Überlieferungskette, aber dass „Allahu Akbar, drei Mal gesagt wird.

 

Al-Mahaamili überlieferte, mit einer authentischer Überlieferungskette, auch von Ibn Mas’ud (, dass er sagte):

„Allahu Akbaru Kabiran Allahu Akbaru Kabiran Allahu Akbaru wa Ajall Allahu Akbaru wa Lillahil Hamd.“ Siehe „Al-Irwaa`“ (126/3).

 

4. Schöne Beglückwünschen austauschen

Zu den Anstandsregeln des ´Iids gehört auch das schöne Beglückwünschen, welches die Menschen miteinander austauschen, egal welche Wörter, wie beispielsweise: „Taqabbala Allahu minnaa wa minkum (Möge Allah von uns und von euch annehmen)“, oder: „´Iid Mubaarak (ein gesegneter Feiertag)“, und weitere erlaubte Arten des Beglückwünschens.

Von Jubair ibn Nufair wurde überliefert, dass er sagte:

„Die Gefährten des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegten, wenn sie sich zum ‘Iid trafen, zueinander zu sagen: „Tuqubbila minnaa wa minkum (Möge von uns und von euch angenommen werden).““ Ibn Hajar sagte: „Die Überlieferungskette ist gut.“ Sie „Al-Fath“ (446/2).

Der Glückwunsch war unter den Prophetengefährten eine bekannte Sache und die Gelehrten, wie Imam Ahmad und andere, erlaubten dies. Es gibt Überlieferungen, welche beweisen, dass es vorgeschrieben ist sich zu bestimmten Anlässen zu beglückwünschen, und dass die Prophetengefährten sich gegenseitig beglückwünschten, wenn etwas erfreuliches geschah, wie wenn Allah, erhaben sei Er, die Reue einer Person annahm. So fingen sie an ihn dafür zu beglückwünschen.

 

Es besteht kein Zweifel, dass dieser Glückwunsch zu den schönen Charaktereigenschaften und gesellschaftlichen Erscheinungen, unter den Muslimen, gehört.

 

Das mindeste, was man, im Bezug auf das Thema des Beglückwünschens, sagen kann ist, dass man den beglückwünscht, der einen selbst beglückwünscht hat, und schweigt, wenn er schweigt. So wie Imam Ahmad, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

„Wenn jemand mich beglückwünscht, antworte ich ihm. Und wenn nicht, dann fange ich an.“

 

5. Sich für den ‘Iid schön zu machen:

Von ‘Abdullah ibn ‘Umar, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wurde überliefert, dass er sagte:

„‘Umar nahm ein Obergewand aus Seidenbrokat, welcher im Markt verkauft wurde. Er nahm diesen und kam damit zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf, woraufhin er sagte: „O Gesandter Allahs, kauf dies und mach dich damit für ‘Iid und den Empfang der Delegation schön.“ Daraufhin sagte ihm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Diese Kleidung gehört eher denen, die keinen Anteil haben …““

Überliefert von Al-Bukhari (948).

Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, bestätigte ‘Umar darin, dass man sich für ‘Iid schön machen soll, aber er missbilligte, dass er dieses Obergewand kaufte, da es aus Seide bestand.

 

Jabir, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte: „Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, besaß ein Obergewand, welches er für die zwei ‘Iid-Tage und den Freitag anzog.“ Aus „Sahih Ibn Khuzaima“ (1765).

 

Al-Baihaqi überlieferte, mit einer authentischen Überlieferungskette, dass Ibn ‘Umar pflegte für ‘Iid seine schönste Kleidung zu tragen.

Der Mann soll demnach seine schönste Kleidung, wenn er zum ‘Iid hinausgeht, anziehen.

Was die Frauen betrifft, so sollen sie sich, wenn sie hinausgehen, davon entfernen sich zu schmücken, da es ihnen verboten ist, sich öffentlich vor fremden Männern zu schmücken. Genauso ist es verboten, wenn eine hinausgehen will, dass sie sich mit Parfüm bestreicht, oder mit Versuchungen auf die Männer einzugehen, denn sie geht nur für den Gottesdienst und der Gehorsamkeit hinaus.

 

6. Zum Gebet einen Weg zu nehmen, und für die Rückkehr einen anderen:

Jabir, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte:

„Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte zum ‘Iid verschiedene Wege zu nehmen.“ Überliefert von Al-Bukhari (986).

Es wird gesagt, dass die Weisheit darin ist, dass die zwei Wege, am Tag der Auferstehung, bei Allah für ihn bezeugen werden. Denn die Erde wird am Tag der Auferstehung davon erzählen, was auf ihr, an Gutem und Schlechtem, getan wird.

Es wird auch gesagt: Um die Kulthandlungen des Islam in zwei Wegen öffentlich zu zeigen.

Es wird auch gesagt: Um das Gedenken Allahs öffentlich zu zeigen.

Es wird auch gesagt: Um die Heuchler und Juden zu erzürnen und um ihnen Angst über die Vielzahl derer, die mit ihm sind, zu machen.

Es wird auch gesagt: Um die Bedürfnisse der Menschen erledigen, indem man ihre Fragen beantwortet, ihnen etwas beibringt und ein Beispiel setzt, oder den Bedürftigen zu spenden oder die Verwandtschaft zu besuchen und die Verwandtschaftsbande zu pflegen.

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